"Unser Endspurt ist gut gekommen. Das ist unglaublich. Großer Respekt an den Jungen", sagte Sebastian Brendel in Richtung Jan Vandrey nach dem erfolgreichen Rennen. Der war nach dem Zieleinlauf überwältigt: "Ein bisschen nervös? Das war schon sehr aufregend." Zumal das deutsche Boot noch zur Hälfte weit zurückgelegen hatte, doch Brendel und Vandrey hatten das bessere Durchhaltevermögen, kamen vor Brasilien und der Ukraine ins Ziel.

Für den Potsdamer Brendel war es die zweite Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, nachdem er bereits im Einer triumphiert hatte. Für den 24 Jahre alten Vandrey, der erst kurz vor den Spielen ins Team gerückt war, ist es der erste große internationale Erfolg.

Erst kurz vor dem Olympiastart hatte der deutsche Verband trotz verpasster Qualifikation in dieser Disziplin noch eine Startgenehmigung erhalten, weil dem belarussischen Verband wegen umfangreicher Dopingvorwürfe mehrere Quotenplätze aberkannt worden waren.

Am Sonntag wird Brendel bei der Abschlussfeier die deutsche Fahne ins Maracanã-Stadion tragen. Das kündigte Michael Vesper, der deutsche Chef de Mission, an. Brendel sei ein Vorbildathlet, der nicht nur für Kampfgeist stehe, sondern alle Dinge, für die der Sport gut sei, verkörpere. Brendel hatte auch bei den vergangenen Spielen in London eine Goldmedaille gewonnen.