Der Schütze Henri Junghänel ist mit dem Kleinkalibergewehr Olympiasieger im Liegendwettbewerb geworden. Der 28-jährige Debütant aus Darmstadt holte sich auf der Schießanlage in Deodoro mit dem olympischem Rekord von 209,5 Punkten den ersehnten Sieg vor dem Südkoreaner Kim Jonghyun und dem Russen Kirril Grigorian.

Barbara Engleder, die am Vortag Gold mit dem Kleinkalibergewehr ebenfalls Gold holte, freute sich für ihren Teamkollegen: "Ich gönne es dem Henri so, er ist ein super Liegendschütze. Irgendwie haben wir im Team jetzt eine Eigendynamik, es läuft so super."

Deutscher Schützenbund kann zufrieden sein

Im Finale ging es gut los für Junghänel, der mit einem guten Zehnerschnitt begann, zunächst auf Rang drei lag. Nach der dritten Dreierserie übernahm der Hesse die Spitze. Er traf sicher und baute seinen Vorsprung aus. Der Olympiasieger von 2012, Nicolo Campriani aus Italien, scheiterte früh, Junghänel traf weiter souverän.

Nach der Goldmedaille von Engleder sowie den silbernen Medaillen von Monika Karsch und Bogenschützin Lisa Unruh kann sich die Leistung des Deutschen Schützenbunds schon jetzt sehen lassen. Die anspruchsvolle Zielstellung von vier bis fünf Medaillen scheint nach der Olympiapleite von London immer noch realistisch zu sein. Die mitfavorisierten Schnellfeuerschützen Christian Reitz und Oliver Geis starteten am heutigen Freitag in ihren ersten Wettkampftag.