Das grünlich verfärbte Wasser im Schwimmbecken der olympischen Wasserspringer hat zu weiteren Beeinträchtigungen geführt. "An der ganzen Anlage riecht es, als habe jemand gefurzt", schrieb der deutsche Springer Stephan Feck bei Facebook. Das Becken im Maria Lenk Aquatics Center in Rio de Janeiro wurde gesperrt, die Wasserspringer konnten nicht trainieren.

Der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, bestätigte, dass das Becken geschlossen sei, "damit das Problem schneller behoben werden kann". Details wollte er zunächst nicht nennen. Das Organisationskomitee hatte zuvor versichert, das Wasser stelle für die Sportler kein Gesundheitsrisiko dar.

Seit Tagen beschäftigen sich die Veranstalter mit Problemen an den Becken der Wasserspringer und Wasserballer. Das Wasser war erst grün statt blau, weil zunächst eine Umwälzanlage defekt war und später auch zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien aus Tanks ausgelaufen waren. "Wir testen das Wasser jeden Tag mit den gleichen Parametern, und die Ergebnisse waren genauso wie bei einem blauen Pool", sagte Komiteesprecher Andrada. An einer Lösung werde gearbeitet, versicherte er.