Der Kajak-Vierer der deutschen Rennkanutinnen hat bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille geholt. Das Boot mit Franziska Weber, Tina Dietze, Sabrina Hering und Steffi Kriegerstein kam in Rio de Janeiro nach 500 Metern auf Rang zwei. Die Goldmedaille ging an das ungarische Team.

Zuvor hatte der Rennkanute Ronald Rauhe in Rio de Janeiro im Sprint die Bronzemedaille gewonnen. Der Potsdamer erreichte im Kajak-Einer über 200 Meter zeitgleich mit dem Spanier Saúl Craviotto das Ziel. "Das ist eine emotionale Achterbahnfahrt", sagte Rauhe. "Zuerst wurde ich auf Platz vier eingeblendet. Ich war schon traurig, die Medaille nicht zu haben." Das Zielfoto zeigte dann, dass sowohl Rauhe als auch Craviotto exakt 0,465 Sekunden nach dem britischen Sieger Liam Heath über den Zielstrich gepaddelt waren.

Zwei Tage zuvor hatte Rauhe zusammen mit seinem Teampartner Tom Liebscher im Kajak-Zweier einen Podestplatz verpasst – die beiden deutschen Medaillenanwärter waren nicht über Rang fünf hinausgekommen. Für den 34-jährigen Rauhe war es der letzte Olympiaeinsatz. Ob er seine Karriere sofort beendet oder zumindest noch ein Jahr weitermacht, will er nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen entscheiden. "Olympia waren Momente, die mich gefangen und motiviert haben."