Leichtathletik-Star Markus Rehm hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der Weltrekordhalter und Titelverteidiger gewann den Weitsprung mit dem paralympischen Rekord von 8,21 Metern vor dem Niederländer Ronald Hertog (7,29). Rehms Staffelkollege Felix Streng wurde mit der persönlichen Bestleistung von 7,13 Metern überraschend Dritter. Beide hatten am Montag bereits Gold mit der deutschen 4 x 100 Meter-Staffel geholt.

Weitsprung ist jedoch die Spezialdisziplin des 28 Jahre alten Rehm. Dort hatte der mit einer Unterschenkelprothese springende Athlet auch die Weltmeister-Titel 2011, 2013 und 2015 gewonnen. Rehm, der sein rechtes Bein im Alter von 14 Jahren bei einem Wakeboard-Unfall verlor, hält mit 8,40 Metern auch den Weltrekord.

Er hoffe, dass er irgendwann einmal bei Wettkämpfen zusammen mit Nichtbehinderten starten darf, sagte Rehm. Bislang konnte er nach Ansicht des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF nicht nachweisen, dass seine Prothese kein Vorteil ist. Das Buch sei aber "noch nicht zugeschlagen", sagte Rehm. Bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele durfte er die deutsche Fahne tragen, was er als "zusätzliche Motivation" für seine Goldmedaillen bezeichnete.