Die US-Golf-Legende Arnold Palmer ist tot. Wie der US-Golfverband USGA mitteilte, starb der siebenfache Major-Champion am Sonntag im Alter von 87 Jahren in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania. "Wir sind tieftraurig über den Tod Arnold Palmers", twitterte der Verband. Mit Palmer, der von seinen Fans "King" genannt wurde, sei der "größte Botschafter" des Golfsports gestorben.

Golf-Star Tiger Woods bedankte sich ebenfalls über Twitter bei seinem Vorbild für Freundschaft, Rat und viele Lacher. "Deine Menschenliebe und Bescheidenheit sind Teil deiner Legende", schrieb Woods. Es sei schwer, sich den Golfsport ohne Palmer vorzustellen – "oder jemanden, der wichtiger für das Spiel ist als der King".

"Danke für die Erinnerungen, Arnold", twitterte auch US-Präsident Barack Obama mit einem Bild, das ihn und Palmer im Weißen Haus zeigt. So außerordentlich der Golfer auf dem Platz gewesen sei, so großzügig sei er zu anderen gewesen. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nannte Palmer einen "wahren Champion".

Auch der frühere US-Präsident Bill Clinton hat Palmer als Gesicht und Herz des Sports für die erste Fernsehgeneration gewürdigt. "Wir haben ihn vor allem als den Außenseiter geliebt, der nie aufgab und von hinten aufholte, um noch zu gewinnen", sagte Clinton, der 1993 erstmals selbst Golf mit Palmer spielte. "Ich habe es immer geliebt, auf und außerhalb des Platzes mit ihm zusammen zu sein." Der Ex-Präsident lobte die Einstellung, die Freundlichkeit und Bescheidenheit von Palmer, die Millionen Fans zu Mitgliedern von "Arnie's Armee" gemacht hätten.

Palmer begann seine Karriere in den fünfziger Jahren. Viermal gewann er das US Masters, zweimal die British Open. Auf der US-PGA-Tour spielte er von 1956 bis 1973 62 Siege und für damalige Verhältnisse sensationelle 1,9 Millionen Dollar Preisgeld ein. Der Sohn eines Golf-Trainers gehörte zu den ersten Mitgliedern der World Golf Hall of Fame bei deren Gründung 1974.

Gemeinsam mit anderen Stars wie Jack Nicklaus und Gary Player machte Palmer den Golfsport in den sechziger Jahren auch bei einem breiten Publikum populär. "Er hat das Spiel von einem Level auf ein höheres Level gehoben", schrieb Nicklaus zum Tod seines Freundes. "Er war der König unseres Sports und wird es immer sein."

Erfolg im Sport und als Geschäftsmann

Palmer hatte sich Mitte der neunziger Jahre von den US und den British Open verabschiedet. Erst 2002 spielte er sein letztes US Masters. Auch außerhalb des Sports war er als Geschäftsmann sehr erfolgreich.

Palmer befand sich nach einem Bericht der Pittsburgh Post-Gazette bereits seit vergangenem Donnerstag wegen einer Herzuntersuchung in einer Klinik. Er hinterlässt zwei erwachsene Töchter aus seiner ersten Ehe. Nach dem Tod seiner Frau hatte er 2005 ein weiteres Mal geheiratet. Seine zweite Frau brachte drei Kinder mit in die Ehe.