Die deutsche Handballnationalmannschaft hat auch ihr zweites Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gewonnen. Mit 35:14 (17:11) setzte sich Deutschland in Rouen souverän gegen den Außenseiter Chile durch. Damit macht das Team von Trainer Dagur Sigurðsson einen weiteren Schritt Richtung Achtelfinale. Bereits das erste Gruppenspiel hatte Deutschland gegen Ungarn gewonnen.

Die Deutschen machten schnell die Kräfteverhältnisse gegen die körperlich wie spielerisch unterlegenen Südamerikaner klar. Schon bis Mitte der ersten Halbzeit zogen sie vorentscheidend auf 9:3 davon. Einziges Manko in der Anfangsphase war die mangelnde Chancenverwertung gegen die ungewöhnlich offensive Deckung. Zudem hielt Chiles Keeper Rene Olivia zunächst stark.

Torhüter Andreas Wolff zeigte für den Europameister aus Deutschland ebenfalls eine starke Leistung und wurde als bester Spieler der Partie ausgezeichnet. In der hitzigen Phase nach etwa 20 Minuten, als die deutsche Mannschaft mit zwei Mann in Unterzahl war, hielt er einen Siebenmeter und wehrte drei weitere Würfe ab. Allein in der ersten Halbzeit parierte er 63 Prozent der Würfe. 

Bester deutscher Werfer war Jannik Kohlbacher mit acht Treffern. Negativ aus deutscher Sicht war nur die Verletzung von Paul Drux. Dieser musste das Feld verletzt verlassen, nachdem er mit dem Fuß umgeknickt war. Wie lange Drux der Nationalmannschaft fehlt, steht noch nicht fest. 

Am Dienstag trifft das deutsche Team im dritten Gruppenspiel auf Saudi-Arabien.