Mit 31:25 (16:16) hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft ihr WM-Vorrundenspiel gegen Belarus (Weißrussland) gewonnen. Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurðsson musste sich in Rouen aber vor allem in der ersten Halbzeit mehr mühen als erwartet. Bester Werfer des Europameisters war Uwe Gensheimer mit acht Treffern.

Schon kurz nach Beginn wurde klar, dass die DHB-Auswahl an diesem Tag kein leichtes Spiel haben würde. In der zuvor nur von Ungarn geforderten Abwehr stimmte die Abstimmung oft nicht, dahinter war Torhüter Andreas Wolff nicht der erhoffte Rückhalt. Der Kieler musste seinen Platz zwischen den Pfosten noch in der ersten Halbzeit für Silvio Heinevetter räumen.

Trainer Sigurðsson trieb seine Schützlinge an der Seitenlinie immer wieder lautstark an. Bis zur Pause konnte sich das deutsche Team aber nicht absetzen und ging erstmals bei dieser WM ohne eine Führung in die Kabine. In der zweiten Halbzeit übernahm die deutsche Mannschaft dann die Spielkontrolle und kam am Ende trotz mehrfacher Unterzahl zu einem sicheren Sieg.

Die deutsche Mannschaft hatte sich schon vor der Partie für das Achtelfinale qualifiziert, im letzten Vorrundenspiel der Gruppe C geht es nun am Freitag gegen die gleichfalls ungeschlagenen Kroaten um den Gruppensieg. Bereits vor der Partie hatte Sigurðsson Routinier Holger Glandorf für die entscheidende Phase bei der Handball-WM in Frankreich nachnominiert. Der 33 Jahre alte Rückraumspieler vom Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt wird am Donnerstag im deutschen Teamquartier erwartet und gegen Kroatien mitwirken.