Die Polizei Nordrhein-Westfalen hat wegen der Randale nach dem Fußballspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig 32 Strafverfahren eingeleitet. Das sagte der Inspekteur der NRW-Polizei, Bernd Heinen, dem Innenausschuss des Landtages in Düsseldorf. Vor dem Spiel in der Bundesliga kam es am Wochenende zu Ausschreitungen in Dortmund. Hooligans des BVB warfen dabei Steine und Flaschen auf Leipzig-Fans und Polizisten. Bei den Krawallen wurden zehn Personen verletzt.


Nach eigener Darstellung war die Polizei NRW mit 237 Beamten und "nachalarmierten" Kräften richtig aufgestellt gewesen. Die etwa 400 Hooligans der Dortmunder griffen die Leipziger Anhänger an, weil sie nicht an den Mannschaftsbus von RB herankamen, sagte Heinen. Daher habe sich die Gewalt "eruptiv" gegen normale Fans gerichtet.


Der Mannschaftsbus aus Leipzig wurde "mit umfangreichen Schutzmaßnahmen" der Polizei vor Angriffen der Hooligans geschützt. Der besondere Schutz sei eine Reaktion auf eine Bitte der Geschäftsführung von RB Leipzig gewesen.

Fußballbundesligist Borussia Dortmund hat ein hartes Vorgehen gegen die Gewalttäter angekündigt. In einem Statement des Vereins heißt es: "Der BVB wird alles daran setzen, das Fehlverhalten der eigenen Anhänger aufzuklären und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten hart zu sanktionieren. Wer seine Meinung nicht durch Argumente, sondern durch rohe Gewalt und plumpe Beleidigungen ausdrückt, kann, darf und wird nicht Teil der BVB-Familie sein."

Die Geschäftsführung des Bundesliga-Aufsteigers aus Leipzig hatte in einem Brief an das NRW-Innenministerium vor möglichen Ausschreitungen bei Auswärtsspielen in dem Bundesland gewarnt. In dem Schreiben bat der Verein um besseren Schutz bei seinen Spielen in Dortmund, Mönchengladbach und Gelsenkirchen. Die WAZ und die Westfälische Rundschau hatten über das Schreiben berichtet. Im September und November vergangenen Jahres kam es zu Angriffen gegen den Leipziger Mannschaftsbus in Köln und Leverkusen.