Philipp Lahm hört beim FC Bayern auf. "Ab Sommer bin ich Privatier", sagte der 33-Jährige nach dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg. Zugleich schloss er einen Wechsel auf den Posten des Sportdirektors "zum jetzigen Zeitpunkt" aus. "Wir werden sehen, was in Zukunft ist", fügte er hinzu. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass Lahm nach dieser Saison trotz Vertrags bis 2018 seine aktive Karriere beenden werde.

"Ich habe immer gesagt, dass ich das Ende selbst bestimmen will", ergänzte Lahm und betonte: "Es sind jetzt noch ein paar Monate und ich hoffe, dass die erfolgreich sind." Der Ex-Nationalmannschaftskapitän ist seit Monaten als neuer Sportdirektor im Gespräch, der Posten ist bei Bayern München vakant. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hatte noch auf der Jahreshauptversammlung im November indirekt bestätigt, mit Lahm zu verhandeln.

Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern, hatte kurz zuvor noch klare Aussagen zum Thema vermieden. "Ich kann das jetzt nicht bestätigen", sagte er in der ARD und bei Sky. Es seien mit Lahm und dessen Berater Absprachen getroffen worden. "Wir halten uns daran", meinte Hoeneß.

Lahm wurde 2013 als Kapitän des Clubs Champions-League-Sieger, 2014 als deutscher Kapitän Weltmeister. National wurde er mit dem FC Bayern sieben Mal deutscher Meister und sechs Mal DFB-Pokalsieger. Nach dem WM-Titel von Brasilien hatte er sich aus der Nationalelf zurückgezogen.