Wer spielt wann gegen wen?

FC Augsburg – RB Leipzig (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)
FSV Mainz – VfL Wolfsburg
1. FC Köln – FC Bayern München
Werder Bremen – SV Darmstadt
TSG Hoffenheim – FC Ingolstadt
Borussia Mönchengladbach – Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)
Eintracht Frankfurt – SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr)
Hamburger SV – Hertha BSC (Sonntag 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Wolfsburg gegen Mainz. Schon wieder stellt sich in Wolfsburg ein neuer Trainer vor, eigentlich sind es sogar zwei. Andries Jonker ist neuer Cheftrainer, schon der dritte der laufenden Saison. Unter Louis van Gaal war er Co-Trainer in München. Den Mittellandkanal kennt er auch schon: Für Felix Magath leitete er das Medizinball-Work-out, als der Trainer war. Jonker bringt außerdem Freddie Ljungberg mit, früheres Unterwäschemodel von Arsenal. Ein Kosmopolit, der jetzt Trainingshütchen in Niedersachsen aufstellt.

Für die Spieler ist das nichts Neues, das Kurzarbeitsmodell kennen sie schon: Am Samstag verlieren sie, am Montag wird das Führungspersonal ausgetauscht. So erging es Valérien Ismaël. Er übernahm im Herbst und verlor von fünfzehn Spielen neun. Nicht gut, am Sonntag wurde er entlassen. Ähnlich souverän wie der Mutterkonzern durch den Abgasskandal schlingert der VfL durch die Liga. Rang 14. Jonkers erstes Ziel: Klassenerhalt. Er bevorzugt ein Spielsystem, das der erfolglose Mario Gómez mag. Auch dank Jonker wurde Gómez 2011 Bundesliga-Torschützenkönig. Vielleicht schafft er das in der zweiten Liga bald noch mal.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Guizhou Hengfeng Zhicheng – Liaoning FC. Keine Sorge, kein schwäbisches Lokalderby, nur das Auftaktspiel der Chinese Super League. Ein Aufsteiger spielt gegen den Zehnten der vergangenen Saison, Zuschauer werden keine im Stadion sein. Das ist die Strafe für einen Platzsturm beim Guizhou-Aufstieg. Bei den Gästen spielen mit Assani Lukimya, Robbie Kruse und Anthony Ujah alte Bekannte aus der Bundesliga mit, viel mehr hat die Begegnung aber nicht zu bieten.

Die Chinese Super League ist so spannend wie ein Spiel der Bayern gegen den HSV. Sechsmal in Folge wurde Guangzhou Evergrande Taobao Meister, das haben nicht mal die Bayern geschafft. Und jetzt ist auch noch das Transferfenster geschlossen, das bislang jeden Tag nette Gerüchte brachte. So bleibt es bei den bescheidenen Ausgaben von 390 Millionen Euro für Spieler wie Oscar, Carlos Tévez, Hernanes oder John Obi Mikel. Kennen Sie nicht? Macht nichts, die Chinesen wissen es auch nicht genau. Andere hatten keine Lust auf Chinas Millionen. Anthony Modeste, Mario Gómez oder Sandro Wagner zum Beispiel. Die umwarb der Aufsteiger (!) Tianjin Quanjian, bot Ablösesummen von bis zu 50 Millionen und Gehälter von 15 Millionen Euro. Ohne Erfolg. Ausgerechnet Felix Magath (Shandong Luneng Taishan), der zu Bundesliga-Zeiten die Spieler wechselte wie andere ihre Unterhosen, scheint sich der geringen Anziehungskraft der Chinese Super League bewusst zu sein. Er holte nur drei chinesische Spieler, für läppische fünf Millionen Euro.

Wer steht im Blickpunkt?

Unser neuer Lieblingskanal. Red Bull hat einen, Russland hat viele,  und seit dieser Woche gibt es einen eigenen TV-Sender des FC Bayern, "FC-Bayern-TV live". Zumindest nennen die Bayern ihren neuen Kanal so. RT-München, wie der Sender auch heißen könnte, hat gute Chancen, sich zu etablieren. In dieser Woche kostete es nichts, dabei zu sein, ab Montag 5,95 Euro im Monat. Wer will, sieht rund um die Uhr Tore in der Nachspielzeit. Natürlich wollen wir!

Also los. Am Montag coachte sich Pep Guardiola gegen Köln zu seinem 563. Sieg im 43. Spiel. Am Dienstag bekam der HSV nochmal acht Tore reingedrückt (am Mittwoch übrigens auch) und zwischendurch verschenkte ein Moderator an Trainingskiebitze Bayern-Bodylotions. Riecht man danach nach Erfolg? Das Konzept des Senders ist simpel: Er wiederholt Bayernspiele, sendet Bayernshows und produziert Bayernnachrichten. Zwischendrin gewinnen die Bayern die Champions League, Weißbier fließt. Bei so viel Innovation ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis weitere Formate on air gehen: Landsberg-TV mit Uli Hoeneß zum Beispiel. Oder ein Best-of der letzten Minuten vom Champions-League-Finale von 1999. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, kann man am Samstag, wenn die Bayern gleichzeitig Köln abschießen, einschalten. Dann wird das 8:0 gegen den HSV wiederholt. Gewonnen wird immer.