Borussia Dortmund hat nach drei verlorenen Endspielen in Serie endlich den DFB-Pokal gewonnen. Der BVB besiegte Eintracht Frankfurt im Berliner Olympiastadion mit 2:1 (1:1) und sicherte sich den vierten Pokalerfolg bei der neunten Endspielteilnahme.

Der BVB dominierte das Spiel anfangs und ging schon in der 8. Minute durch Ousmane Dembélé in Führung, der aus sechs Metern Entfernung mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins Frankfurter Tor traf. Doch die Eintracht wurde aktiver und schlug in der 29. Minute zurück, als Ante Rebić freistehend mit einem platzierten Lupfer den Ausgleich erzielte. Glück hatte der BVB, als Haris Seferović aus 18 Metern abzog und nur den Posten traf. Das 1:1 zur Halbzeit hatte sich Frankfurt inzwischen durchaus verdient.

Den Siegtreffer für Dortmund erzielte Pierre-Emerick Aubameyang per Foulelfmeter in der 67. Minute. Frankfurts Torwart Lukás Hrádecky hatte Christian Pulisic im Strafraum zu Fall gebracht. Der BVB traf außerdem noch zweimal die Torlatte, sodass der Sieg des Favoriten angesichts dieser Großchancen letztendlich verdient war. Frankfurt drängte zwar beherzt auf den Ausgleich, konnte aber nicht mehr genug Torgefahr erzeugen.

Trainer Tuchel: "Nicht unser bestes Spiel"

"Ich bin komplett leer. Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel nach dem Spiel. "Das war nicht unser bestes Spiel. Aber das ist egal. Jetzt ist es perfekt. Natürlich möchte ich Trainer bleiben. Ich habe für drei Jahre einen Vertrag und möchte ihn erfüllen."

Bundestrainer Joachim Löw lobte den Dortmunder Trainer nach dem Pokalsieg. "Es war ein Kampfspiel vom Anfang bis zum Ende. Spielerisch hatte es schon bessere Spiele gegeben. Nach der Saison hat es Dortmund aber verdient. Die Mannschaft hat all ihre Ziele erreicht. Das ist ein großer Erfolg für Thomas Tuchel", sagte Löw.

Eintracht-Trainer Niko Kovac kommentierte: "Über 90 Minuten haben wir ein gutes Spiel gemacht und uns nach Kräften gewehrt. Es geht weiter, wir werden einen neuen Anlauf nehmen. Natürlich ist man enttäuscht, ich weiß es aber auch einzuschätzen. Dass man verliert, gehört zum Fußball dazu." 

Berlin und Freiburg lösen Ticket nach Europa

Beim Sieg von Borussia Dortmund durften auch Hertha BSC und der SC Freiburg jubeln. Durch den Erfolg der Westfalen qualifizierte sich der Bundesliga-Sechste Berlin direkt für die Europa League. Das Überraschungsteam aus Freiburg schaffte es als Siebter in die Qualifikationsrunde zur Europa League.

Eintracht Frankfurt ist dagegen international nicht vertreten, da nur der DFB-Pokalsieger einen direkten Startplatz in der Europa League erhält. Der unterlegene Cupfinalist geht seit Beginn der Saison 2015/16 leer aus. Da der BVB für die Champions League qualifiziert ist, rückt der Siebtplatzierte aus der Bundesliga nach.