Manchester United hat zwei Tage nach dem Terroranschlag in der Heimat die Europa League gewonnen. Durch Tore von Paul Pogba (18. Minute) und Henrikh Mkhitaryan (48.) siegte Manchester im Finale von Stockholm mit 2:0 (1:0) gegen Ajax Amsterdam. Das Team von Trainer José Mourinho qualifizierte sich dadurch trotz einer schwachen Saison in der Premier League für die Champions League.

Vor Spielbeginn hatten beide Mannschaften eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Attentats am Montagabend eingelegt. Vor 48.000 Zuschauern startete das Spiel, in dem Ajax trotz anfänglicher Nervosität die erste gute Chance hatte. Nach zehn Minuten verpasste Marouane Fellaini eine Hereingabe von Juan Mata knapp per Kopf. Wenige Minuten später ging allerdings Manchester United in Führung: Über Juan Mata und Marcus Rashford kam der Ball zu Pogba, der aus 18 Metern zentraler Position schoss. Er profitierte davon, dass Ajax-Verteidiger Davinson Sanchez den Ball unhaltbar abfälschte.

Danach beschränkte sich Manchester bis zur Halbzeit aufs Verteidigen. Ideenlose Amsterdamer kamen zu keinen großen Torchancen. Auch der deutsche Außenstürmer Amin Younes, der von Bundestrainer Joachim Löw als einer von sechs Nationalmannschafts-Neulingen für den Confed-Cup in Russland nominiert worden ist, blieb hinter seinen Möglichkeiten.

Kurz nach der Pause konnte Manchester auf 2:0 erhöhen und damit das Spiel entscheiden. Matas Hereingabe verlängerte Chris Smalling per Kopf, Mchitarjan vollendete im Fallen mit dem Rücken zum Tor. Danach bot sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Hälfte: Ajax bemühte sich, doch kam kaum zu nennenswerten Torchancen.