Wer spielt wann gegen wen?

TUS Koblenz -  Dynamo Dresden
Karlsruher SC – Bayer Leverkusen
Rot-Weiß Essen – Borussia Mönchengladbach
Holstein Kiel – Braunschweiger TSV (alle Freitag: 20:45 Uhr)
SV Eichede – 1.FC Kaiserslautern
Leher TC – 1.FC Köln
LSK Hansa – Mainz 05
1.FC Rielasingen-Arlen – Borussia Dortmund
Chemnitzer FC – Bayern München
SpVgg Unterhaching – FC Heidenheim
Germania Halberstadt – SC Freiburg
TUS Erndtebrück – Eintracht Frankfurt (alle Samstag, 15:30)
Arminia Bielefeld – Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiß Erfurt – TSG Hoffenheim
Jahn Regensburg – Darmstadt 98 (alle Samstag, 18:30 Uhr)
Würzburger Kickers – Werder Bremen (Samstag, 20:45 Uhr)
1.FC Saarbrücken – Union Berlin
SV Morlautern – Greuther Fürth
Bonner SC – Hannover 96
Schweinfurt 05 – SV Sandhausen
Eintracht Norderstedt – VfL Wolfsburg
TSV 1860 München – FC Ingolstadt
FC Nöttingen – VfL Bochum
VfL Osnabrück – Hamburger SV
Spielfreunde Dorfmerkingen – RB Leipzig (alle Sonntag 15:30)
Energie Cottbus – VfB Stuttgart
1.FC Magdeburg – FC Augsburg
SV Wehen Wiesbaden – Erzgebirge Aue (alle Sonntag, 18:30 Uhr)
SC Paderborn – FC St. Pauli
MSV Duisburg – 1.FC Nürnberg
BFC Dynamo – Schalke 04 (alle Montag, 18:30 Uhr)
Hansa Rostock – Hertha BSC (Montag, 20:30 Uhr)

Die Liste ist lang, aber hey, die schwerste Zeit des Jahres endet. Unser Methadon war kläglich: Okay, es gab Bayernniederlagen in China, eine höher als die andere. Aber da waren auch ein 222-Millionen-Transfer und dieses Turnier in Russland, dass sich vom Freizeitcup in Ansbach kaum unterschied. Jetzt kann sich wieder eingegroovt werden: Es ist Fußball! DFB-Pokal sogar, klein gegen groß, Sie wissen schon, wo es so manchen Bundesligisten in der Provinz entschärft. Der deutsche Sommer hält auch, was er verspricht: bestes Couchwetter. Sky überträgt alle Spiele live, die ARD zeigt am Montag Rostock gegen Hertha.

Wo müssen die ganz Großen hin?

Der FC Bayern muss nach Chemnitz. Hoffentlich haben die Münchner keine veraltete Landkarte dabei, sonst können sie lange suchen. Bis 1990 trug die Stadt in Sachsen den schönen Namen Karl-Marx-Stadt, der FC Karl-Marx-Stadt stand 89/90 noch in der dritten Runde des Uefa-Cups, scheiterte erst am späteren Sieger Juventus Turin. Mit neuen, unsozialistischen Namen war der Club weit weniger erfolgreich, spielt seit 2011 aber immerhin in der Dritten Liga. Der BVB muss zum 1. FC Rielasingen-Arlen, dem Verein aus der Gemeinde Rielasingen-Worblingen, die klingt wie eine liberale Justizministerin. Rielasingen, im äußersten Südwesten Deutschlands gelegen, spielt in der Verbandsliga, das ist die sechste Liga, will sich aber keineswegs verstecken. "Wir sind keine Dorftruppe", heißt es von dort. Zumal den Dortmundern der suspendierte Ousmane Dembélé fehlen wird. Der will nach Barcelona und träumt von Messi, nicht von Schinken.

Wer stolpert?

Soll ja nachher nicht heißen, Sie hätten es nicht gewusst: Die Würzburger Kickers könnten Bremen überraschen. Mit einem HSV-Aussetzer ist auch in Osnabrück zu rechnen. Leverkusens Heiko Herrlich warnte seine Mannschaft gegen Karlsruhe vor einer Katastrophe. Auch Ingolstadt bekommt es mit einem gefährlichen Underdog zu tun: Der Viertligist aus München kommt. Und wer einmal die giftige Lausitzer Atmosphäre entgegengerotzt bekam, weiß, dass Cottbus gegen Stuttgart nicht chancenlos ist.

Welches ist das kleinste Dorf?

Auch wenn Dorfmerkingen die schönste Geschichte hat (ihnen kam beim Feiern im Bierkönig auf Mallorca der Landespokal abhanden, nun ist er wieder da, eine feiernde Handballmannschaft hatte ihn eingesackt), und mit Rielasingen-Arlen und Erndtebrück harte Konkurrenz im Rennen war: Das kleinste Kaff im DFB-Pokal ist Eichede, 600 Einwohner. Für den heimischen SV geht es gegen den 1.FC Kaiserslautern. Eichede liegt nordöstlich von Hamburg, kurz vor dem Polarkreis. Angeberwissen für Samstag: Im Gemeinderat von Eichede hat die CDU die Mehrheit, der SPD geht es auch dort oben schlecht und die Sehenswürdigkeiten liegen entweder in der Lindenallee (eine Kirche, der Hof dazu und eine Mauer) oder in der von den Locals gut gepflegten Schützenstraße. Dort wartet eine 600 Jahre alte Eiche. Weil das heimische Ernst-Wagner-Stadion zu klein ist, zieht der Oberligist nach Lübeck um. Und mal ehrlich: Kaiserslautern, schön und gut, das kann sich aber nur um einen Testkick für die kommenden Aufgaben gegen Dornbreite und Wankendorf handeln.