Wer spielt wann gegen wen?

Die Ansetzungen sind hier in unserem neuen Tickertool dargestellt, das Sie ab Freitagabend während der Spiele auch live auf unserer Homepage finden werden. Eine kleine Besonderheit: Sie können Herzchen vergeben. Pro Spiel eines. Für das Team, das Sie nett finden. Wir sind gespannt.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Borussia Dortmund gegen Hertha BSC. Das erste Spitzenspiel der Saison. Das müssen Sie gesehen haben! Gestärkt durch ein 3:0 gegen Wolfsburg trifft der Tabellenführer BVB dieses Wochenende auf seinen ärgsten Verfolger und die Überraschungsmannschaft der Stunde, die Hertha. Entscheidet sich hier schon der Kampf um den Titel? Der BVB überlegt sich schon, wie er die Dembélé-Millionen verprassen kann. Was macht eigentlich Victor Ikpeba? Im 125. Jahr ihres Bestehens schielt die Hertha dagegen auf nichts Geringeres als die Meisterschaft. Die letzte ist kein Jahrhundert her. Ein Wimpernschlag der Erdgeschichte. Der Garant dafür soll Herthas australischer Nationalspieler Mathew Leckie sein, der mit zwei Treffern derzeit souverän die Torjägerliste anführt. "Noch 'ne Runde", können wir Frank Zander da nur zurufen, die Zukunft gehört der Hertha.

Welches Spiel dürfen Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Leverkusen gegen Hoffenheim. Bayer gelang in München gerade mal ein mickriges Törchen. Gegen die gründliche Zahnhygiene ihrer Fans kann man natürlich nichts sagen, und, wer weiß, vielleicht hat die Niederlage der TSG ihre Beliebtheit bei manchen noch gesteigert. Aber insgesamt machte der Club in Liverpool eine schmerzhafte Erfahrung. Gewinnen wollte er, den Rückstand aus dem Hinspiel drehen. Doch plötzlich stand es 3:0, da war nicht mal die halbe erste Hälfte vorbei. Mit dem Ball fahrig, ohne Ball nicht nur ball-, auch kopf- und sinnlos – das Ergebnis (4:2) gibt die Unterlegenheit nicht angemessen wieder. Klar, das war Liverpool gegen Sinsheim. Aus Liverpool kommen John Lennon und Paul McCartney, Sinsheims bekanntester Sohn ist Volker Kauder. Auch in Sachen Geschichte und Tradition gibt es leichte Unterschiede zwischen den beiden Vereinen. Aber es war eben auch der Vierte der Bundesliga gegen den Vierten der Premier League. In dieser Saison schied bereits Freiburg aus der Europa League, gegen eine slowenische Mannschaft. Deutsche Vereine haben im Europapokal lange nichts mehr gerissen, im Vorjahr war keiner im Halbfinale. Wollen wir mal nicht hoffen, dass unsere Befürchtungen eintreten und diesmal schon im Viertelfinale Schluss ist.

Wer steht im Blickpunkt?

Kevin-Prince Boateng und Mario Gómez. Beide haben schon einmal bessere Zeiten erlebt. Boateng hat es als einstiges Fußballwunderkind aus dem Wedding bis zum AC Mailand und vor die UN geschafft, wurde 2011 italienischer Meister. Mario Gómez war mal Deutscher Meister. Jetzt sind beide auf dem fußballerischen Boden der Tatsachen angekommen und treffen mit Frankfurt und Wolfsburg aufeinander. Nicht nur die fairsten Fans der Liga (Guuude! Erstmal kräftig gelacht!) fragen sich, ob Boateng es noch mal zum Leistungsträger seiner Mannschaft schafft, jetzt, mit 30. Auf der anderen Seite warten drei Schichten VW-Belegschaft darauf, dass Mario Gómez es endlich schafft, etwas von seinem Glanz auf den VfL scheinen zu lassen. Das Unternehmen will nach Fastabstieg und Abgasskandal endlich einmal wieder positive Nachrichten. Gómez kommt da gerade recht, der ist auf seine alten Tagen gelassen und reflektiert geworden. Wäre da nicht die Doping-Enthüllung der "Fancy Bears". Gómez  habe (wie Dennis Aogo und Hans Jörg Butt) während der WM 2010 ein Asthmamittel eingenommen. Es ist ja tatsächlich immer wieder erstaunlich, wie viele Spitzensportler Asthma haben. Hüstel. Aber Asthma und Abgas, das kriegt man irgendwie schon in eine gemeinsame Erzählung.