Neymar da Silva Santos Júnior wechselt für die Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain. Der 25-Jährige brasilianische Nationalspieler habe in Paris einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, teilte der Club mit. Zuvor hatte ein gesetzlicher Vertreter Neymars dem bisherigen Verein des Stürmers die festgelegte Millionen-Ablöse bezahlt.

Statt an die Liga wurde das Geld nun direkt an den Club gezahlt. Bei einer einseitigen Vertragskündigung muss der abwanderungswillige Profi die sogenannte Ablöseklausel ziehen, dann werden die dort festgeschriebenen 222 Millionen Euro fällig.

Zuvor hatte sich Neymars Transfer verzögert. Die spanische Fußball-Liga teilte mit, die zunächst an sie gezahlte Ablösesumme nicht annehmen zu wollen. Sie überwies das Geld zurück.  

Mit der Zahlung der festgelegten Ablösesumme ist ein großer Schritt auf dem Weg zum Wechsel Neymars zum französischen Spitzenclub Paris Saint-Germain getan – perfekt ist der Transfer allerdings noch nicht. Der FC Barcelona habe die Details des Transfers der Europäischen Fußball-Union (Uefa) übergeben, die nun über mögliche disziplinarische Konsequenzen entscheiden müsse. Denn möglicherweise wurde gegen das von der Uefa und den Vereinen festgelegte Financial Fairplay (FFP) verstoßen.

Das FFP soll "die finanzielle Gesundheit des europäischen Clubfußballs verbessern". Dafür regelt es das Verhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen. Bis zu fünf Millionen Euro pro Saison darf ein Club mehr ausgeben, als er in dem zugrunde liegenden Zyklus der Spielzeiten 2015/16, 2016/17 und 2017/18 einnimmt. Dieses Defizit könne in einem bestimmten Rahmen überschritten werden, falls es vollständig gedeckt werde durch die direkte Bezahlung der Eigentümer oder einer in Verbindung stehenden Partei. Dies verhindert den Aufbau von untragbaren Schulden, heißt es von der Uefa. Die Obergrenze für die drei Spielzeiten zusammen beträgt 30 Millionen Euro. Ausgenommen sind Kosten für Investitionen in Stadien, Trainingseinrichtungen, Juniorenförderung und Frauenfußball.

Ob es sich bei Neymars Transfer um einen Verstoß gegen das FFP handelt und ob er disziplinarische Konsequenzen nach sich zieht, muss nun die Uefa prüfen. Bei dem Transfer handelt es sich um den teuersten in der Geschichte.