Die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber ist überraschend in der ersten Runde der US Open gescheitert. Die Vorjahressiegerin verlor die Partie gegen die Japanerin Naomi Osaka mit 3:6, 1:6 und schied damit aus dem diesjährigen Wettkampf aus. "Am Ende war es überhaupt nicht mein Tag", sagte Kerber nach der Partie. Zuvor hatte sie eilig das Arthur-Ashe-Stadion verlassen. "Man darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Ich weiß, dass ich aus dem Tief rauskommen werde. Ich gebe jetzt nicht auf."

Die Titelverteidigerin zeigte knapp ein Jahr nach ihrem Triumph in New York eine enttäuschende Leistung. Im zweiten Satz lag die 29-jährige Kielerin von Anfang an zurück, die Wende gelang ihr nicht. Nach 64 Minuten war die Partie gegen die respektlos und stark auftretende Weltranglisten-45. Osaka vorbei. Ihre Gegnerin hatte noch nie zuvor eine Spielerin unter den ersten zehn der Weltrangliste geschlagen. 

Innerhalb eines Jahres hat sich für die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber viel verändert: Die Weltrangliste führt sie nicht mehr an – bei den Australian Open scheiterte die Linkshänderin als Titelverteidigerin im Achtelfinale, bei den French Open schied sie wie nun in den USA in der ersten Runde aus. Kerbers gutes Spiel in der Runde der besten 16 in Wimbledon gegen die spätere Siegerin Garbiñe Muguruza hatte zunächst für Hoffnung gesorgt.

Nach ihrem Sieg bei den US Open 2016 war Kerber als erste Deutsche seit 1997 die Nummer eins der Weltrangliste geworden. Derzeit ist sie auf Platz sechs.