Die deutsche Mannschaft hat trotz einer guten Leistung die Europameisterschaft verpasst. Die Auswahl der Männer verlor in einem knappen Finale mit 2:3 gegen den Favoriten aus Russland. Damit beenden die deutschen Volleyballer eine starke Europameisterschaft in Polen mit einer Silbermedaille.

Beide Mannschaften spielten stark. Den ersten Satz verlor die deutsche Auswahl 19:25. Im zweiten Satz setzte die deutsche Mannschaft die Russen stark unter Druck. Die zeigten sich überrascht von der Stärke der deutschen Mannschaft – der Satz endete 25:20. Im dritten Satz lagen beide Mannschaften lange gleichauf, am Ende entschieden die Russen den Satz mit 22:25 für sich. Der vierten Satz ging wieder mit 25:17 an die Deutschen.    

Mit dem 2:2 aus den ersten vier Sätzen ging es in den Tiebreak. In der Entscheidungsrunde wird nur bis 15 Punkte gespielt. Beide Mannschaften punkteten abwechselnd und lagen immer wieder gleichauf. Am Ende konnten die Russen den Tiebreak mit 13:15 für sich entscheiden.

Der deutsche Topspieler György Grózer punktete immer wieder mit starken Schmetterbällen, Lukas Kampa und Christian Fromm mit  ihren Aufschlägen. Aus dem russischen Team brachte vor allem Maxim Michailowitsch Michailow die deutsche Mannschaft immer wieder in Bedrängnis. 

Im Halbfinale hatte die deutsche Mannschaft das Spiel gegen Serbien noch drehen können. Sie waren in den ersten zwei Sätzen 0:2 in Rückstand geraten, holten aber wieder auf und zogen mit 3:2 ins Finale ein. Das serbische Team gewann im Spiel um Platz drei mit einem knappen 3:2 gegen Belgien und holte sich die Bronzemedaille.

Für die deutsche Auswahl der Männer ist es erst die vierte Medaille nach dem WM-Gold der DDR 1970, Olympiasilber der DDR 1972 und WM-Bronze 2014.