Wer spielt wann gegen wen?

Sie kennen das Spiel. Bitte herzen Sie den Club oder die Clubs Ihrer Wahl.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Der FC Bayern und RB Leipzig haben wirklich Glück. Ihre Gegner mussten im Pokal unter der Woche in eine schweißtreibende Verlängerung und könnten noch ein wenig Muskelkater haben ... was? Oh! Am Mittwoch war es also noch das große Pokalhighlight, jetzt das Bundesliga-Spitzenspiel. Die Masseure der Clubs werden sicher gute Arbeit geleistet und den Akteuren die 120 Minuten plus Elfmeterschießen beherzt aus den Waden gewalkt haben. Für die Leipziger Seelen allerdings, die 70 Minuten Unterzahl, einen leicht überforderten Schiri und ein bitteres Ende verkraften mussten, wäre jede psychotherapeutische Anwendung seit Mittwoch zu kurz geraten. Zumal die Sachsen wiederholt auf Augenhöhe gespielt haben, ja eigentlich besser waren, aber wieder verloren. Schon in der vergangenen Saison haben die Münchner ein 2:4 in Leipzig noch zu einem 5:4 gebogen. Am Ende gewinnen also immer die Bayern, auch gegen den Brause-Emporkömmling. Das ist sie, La bestia negra oder wie es auf Sächsisch heißt: mor forn zu de goddsbroggen.

Welches Spiel dürfen Sie verpassen?

Werder gegen Augsburg. Unter der Woche schimpften die Hoffenheimer über den SV Werder. Die Bremer hatten sie gerade aus dem Pokal geworfen, mit einer eher, nun ja, defensiven Spielweise. Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen sagte: "Das hat mit Fußball nichts zu tun." Auch der Trainer Julian Nagelsmann schimpfte über den norddeutschen Zerstörungsdrang: "Die nicht bessere Mannschaft hat gewonnen. Das hat glaube ich jeder gesehen. Wir sind total unverdient ausgeschieden." Vielleicht sollte den Hoffenheimern jemand erklären, dass es im Fußball keinen Angriffszwang gibt und in einem freien Land auch jeder frei in der Wahl seiner Mittel ist. Am Sonntag empfängt Bremen den FC Augsburg und hat sicher nichts dagegen, erneut vom Gegner beschimpft zu werden.

Wer steht im Blickpunkt?

Ralf Rangnick. Es steht zu befürchten, dass sich der Leipziger Wüterich noch immer nicht beruhigt hat. Unter den vielen enttäuschten Sachsen war er wegen der Niederlage seiner Leipziger gegen die Bayern wohl der aufgebrachteste. Kurz vor der Halbzeit eilte er zu den Unparteiischen, um ihnen am Smartphone die strittige Freistoßszene, die auch ein Elfmeter hätte sein können, zu zeigen. Der Videobeweis kommt jetzt mit LTE. Rangnick wurde zunächst von Mats Hummels Brust gestoppt. Der meinte, Rangnick habe das nicht nötig. Rangnick selbst sagt, er habe sachlich und ruhig mit den Schiris geredet. Der DFB hält sein Gerangel für so besonnen, dass er nun gegen ihn ermittelt. Für den Samstag in München hat Rangnick sicher schon das Datenvolumen aufgestockt und die Powerbank geladen.