Wer spielt wann gegen wen?

Sie kennen das Spiel mittlerweile sicher. Wir sammeln auch an diesem Spieltag Herzchen. Klicken Sie auf das Herzchen des Vereins, für den Ihres schlägt. Mehrfachnennungen sind möglich. Bald werden wir bei uns die erste Herzchentabelle der Liga veröffentlichen.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Köln gegen Bremen. Das erste Abstiegsendspiel der Saison. Ach was, werden Sie einwenden, es ist ja erst der neunte Spieltag. Doch an Weser und Rhein fließt schon gehörig Angstschweiß die Flüsse hinab. Beide Mannschaften sind die einzigen der Liga, die noch nicht gewonnen haben. Köln hat erst einen Punkt, Bremen vier. Konsequent wäre demnach ein erbärmliches 0:0. Doch da gibt es ja noch Claudio Pizarro. 191-mal hat er in der Bundesliga schon getroffen, ist noch immer Rekordtorschütze des SV Werder und will es nun im zarten Alter von 39 Jahren noch einmal beim FC wissen. Nebenher verdingt er sich gerade als Synchronsprecher für einen Disney-Film. Er spricht die Rolle eines Skeletts, das im Land der Toten lebt, aber unbedingt auf die Seite der Lebenden will. Wie zu hören war, hatte Peter Stöger zuvor abgesagt.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wolfsburg gegen Hoffenheim. Vor 30 Jahren hätte man sich noch gefragt, in welcher Sportart diese Partie ein Bundesligaduell sein soll. Sicherlich nicht im Fußball. 1987 jedenfalls spielte der VfL Wolfsburg noch in der Oberliga Nord, Hoffenheim in der Kreisliga A. Doch mit Geld und Geduld schafften es beide Clubs in den Profifußball. Die Hoffenheimer stellen sich derzeit insgesamt geschickter an, doch Wolfsburg will auch wieder in nördlichere Tabellengefilde aufbrechen. Dafür haben sie sich etwas komplett Neues ausgedacht: Zähneputzen. Mario Gómez und Co. müssen nach dem Training und Spiel nun also schön von rot nach weiß bürsten. Das soll die Regenerationsfähigkeit steigern, wegen irgendeiner Säure, die nach maximaler Anstrengung ins Blut gehen soll. Fügen Sie an dieser Stelle bitte einen Witz mit "Wölfe" und "Biss" ein. Schade nur, dass Mediziner, zum Beispiel Werner Bartens von der Süddeutschen Zeitung darüber nur lachen können. Was nicht heißt, liebe Kinder, dass künftig nicht mehr geputzt werden soll. Nur Fußballspiele gewinnt Ihr dadurch auch nicht leichter.

Wer steht im Blickpunkt?

Roman Bürki. Der Dortmund-Keeper patzte am Dienstag auf Zypern gleich doppelt. Erst spielte er dem Gegner den Ball in die Füße, dann ließ er einen Ball nach vorne prallen, der gar nicht mal so feste geschossen war. Dortmunds Gegner in der Champions League, Apoel Nikosia, ging damit 1:0 in Führung. Den Torschützen, Mickaël Poté, kannten vorher nur Fußballconnaisseure und Fans von Dynamo Dresden. Wohlmeinend könnte man nun sagen: Endlich ist Bürki auf dem Niveau von Oliver Kahn angekommen. Der hatte zu seinen besten Zeiten (WM-Finale 2002 und in der Champions League 2004) ähnliche Bälle ins Netz gelassen. Doch da waren die Gegner jeweils Brasilianer und er schon der Titan. Bürki hingegen ist der Bürki, der auch schon bei der 1:3-Niederlage gegen Tottenham tapsig aussah und generell gerne mal einen Ball in die kurze Ecke lässt. Daher tobt nun der Volkszorn – 74 Prozent wollen Bürki raus haben aus dem Tor, wie die Kollegen des Boulevards in einer sehr menschenfreundlichen Umfrage herausgefunden haben. Wer würde nicht gerne Hinz und Kunz darüber abstimmen lassen, ob ein Kollege den Job besser macht als man selbst? Der BVB-Coach Peter Bosz jedenfalls pfeift drauf, lässt Bürki auch in Frankfurt spielen.