1. FC Köln – Hertha BSC 0:2 (0:1)

Der 1. FC Köln steuert dem sechsten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Drei Tage nach dem umjubelten 1:0-Erfolg gegen den FC Arsenal in der Europa League kassierten die Kölner am Sonntag gegen Hertha BSC eine 0:2 (0:1)-Niederlage. Hertha-Kapitän Vedad Ibišević erzielte beide Tore (16., 64./Foulelfmeter) für die Berliner. Die zwei Punkte und vier Tore des FC nach 13 Spielen stellen einen Negativ-Rekord in der Bundesliga-Geschichte dar. Der Rückstand auf den rettenden 15. Platz beträgt schon elf Punkte, der Relegationsplatz ist neun Zähler entfernt. Angesichts von elf Ausfällen boten die Kölner in dem 16 Jahre alten Yann Aurel Bisseck den zweitjüngsten Spieler der Bundesliga-Historie auf.

Hamburg SV – TSG 1899 Hoffenheim 3:0 (1:0)

Drei Tage nach dem Aus in der Europa League hat die TSG Hoffenheim auch in der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann verlor am Sonntag beim Hamburger SV mit 0:3 (0:1). Die Treffer erzielten Kevin Akpoguma (6. Minute/Eigentor), Filip Kostić (76.) und Gideon Jung (88.). Das Eigentor Akpogumas markierte das 1000. Eigentor der Bundesliga-Geschichte. Der abstiegsgefährdete HSV behauptete mit dem dritten Saison-Heimsieg und nun 13 Zählern Tabellenplatz 15, die Position vor dem Relegationsrang. Trainer Markus Gisdol bleibt indes mit dem HSV unbesiegt gegen seinen Ex-Club. Hoffenheim liegt nun mit 20 Punkten auf Platz sieben.

Borussia Mönchengladbach – Bayern München 2:1 (2:0)

Seine Heimatstadt Mönchengladbach brachte Bayerns Trainer Jupp Heynkes kein Glück: Sein Team verlor im Borussia-Park gegen die Heimmannschaft, am Ende stand es 2:1. Das Spiel begann zunächst schleppend, spielerisch war von beiden Teams nicht viel zu sehen. In der 37. Minute berührt Bayerns Abwehrspieler Niklas Süle den Ball im Strafraum mit seinem Arm. Nach zwei Minuten – der Schiedsrichter bekam noch eine Ansage aus der Videozentrale – verwandelt Thorgan Hazard den Strafstoß zum 1:0. Matthias Ginter legt in der 44. Minute nach – 2:0. In der 74. Minute dann der Anschlusstreffer: Arturo Vidal schießt den Ball in die linke untere Ecke. Mehr Tore fallen allerdings nicht und so bleibt es beim 2:1.

Mit dem Sieg gegen Bayern sind die Borussen in der Tabelle am BVB vorbei gezogen und sind jetzt auf dem vierten Platz – punktgleich mit dem FC Schalke 04, der jedoch eine bessere Tordifferenz hat. Bayerns Abstand zum Tabellenzweiten, RB Leipzig, beträgt nun nur noch drei Punkte.  

Borussia Dortmund – Schalke 04 4:4 (4:0)

Borussia Dortmund hat den ersehnten Befreiungsschlag in einem furiosen Revierderby leichtfertig verspielt. Trotz einer 4:0-Führung nach 25 Minuten kam das Team von Peter Bosz nicht über ein 4:4 hinaus. Nach dem sechsten sieglosen Bundesligaspiel in Serie und dem völligen Einbruch in der 2. Halbzeit muss der Dortmunder Trainer mehr denn je um seinen Arbeitsplatz bangen. Selbst vier Treffer binnen 14 Minuten durch Pierre-Emerick Aubameyang (12.), Benjamin Stambouli (18./Eigentor), Mario Götze (20.) und Raphaël Guerreiro (25.) ebneten dem BVB am Samstag vor mehr als 80.000  Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park nicht den Weg zum Erfolg. Schalke schlug durch Guido Burgstaller (61.), Amine Harit (65.), Daniel Caliguiri (86.) und Naldo (90.+4) in furioser Manier zurück. Der Dortmunder Aubameyang sah in der 72. Minute die Gelb-Rote Karte. Damit hat sich die sportliche Krise beim BVB weiter verschärft.

RB Leipzig – Werder Bremen 2:0 (1:0)

Der kurzzeitige Höhenflug von Werder Bremen wurde von den Leipzigern gestoppt. Sechs Tage nach dem 4:0-Sieg gegen Hannover 96 verloren die Hanseaten in Leipzig. Nur vier Tage nach der Champions-League-Gala in Monaco feierte RB Leipzig am Samstag einen schwer erkämpften 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die Mannschaft von Bremens neuem Trainer Florian Kohfeldt. Bremen bleibt auswärts sieglos, Leipzig als neuer Tabellen-Zweiter daheim weiter unbezwungen. Die Treffer für die Sachsen erzielten vor mehr als 40.000 Zuschauern in der Red Bull Arena Naby Keïta (34.) und Bernardo (87.)

SC Freiburg – FSV Mainz 05 2:1 (0:0)

Mit dem zweiten Saisonsieg hat der SC Freiburg eine noch bedrohlichere Lage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga vorerst abgewendet. Mit 2:1 (0:0) gewannen die Breisgauer gegen den FSV Mainz 05 und feierten den ersehnten Dreier nach zuvor fünf Partien ohne Sieg. Torjäger Nils Petersen ließ die Gastgeber am Samstag nach einem schweren Patzer von Danny Latza in der 51. Minute jubeln. Florian Kath legte kurz vor dem Abpfiff nach (90.+1). Die Gäste konnten durch Emil Berggreen nur noch verkürzen (90+2.). Für die Mainzer verlängerte sich die Auswärtsmisere auf nun zwölf Gastspiele ohne Sieg, mit 15 Zählern bleibt das Team von Coach Sandro Schwarz vorerst fünf Punkte vor den Abstiegsplätzen. Die Freiburger rückten mit elf Punkten erst einmal auf den 15. Rang vor.

Eintracht Frankfurt – Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:0)

Bayer Leverkusen hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und Eintracht Frankfurt die erste Niederlage nach sechs Spielen zugefügt. Dank eines Treffers von Kevin Volland (76. Minute) feierte die seit nunmehr acht Spielen ungeschlagene Werkself vor etwa 50.000 Zuschauern einen 1:0 (0:0)-Sieg und kletterte in der Tabelle mit 20 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang sechs. Frankfurt befindet sich nach der Niederlage mit 19 Punkten auf Platz neun.

FC Augsburg – VfL Wolfsburg 2:1 (0:1)

Nach fast 80 Minuten in Überzahl hat der FC Augsburg in einem rasanten Duell mit zwei umstrittenen Video-Entscheidungen die Serie von neun ungeschlagenen Partien des VfL Wolfsburg unter Trainer Martin Schmidt beendet. Die Augsburger fügten den Wolfsburgern beim 2:1 (0:1) die erste Niederlage unter dem Trainer Martin Schmidt zu. Michael Gregoritsch (51. Minute) und Alfreð Finnbogason (78.) bescherten den Augsburgern vor mehr als 26.000 Zuschauern den verdienten ersten Heimsieg seit dem fünften Spieltag. Daniel Didavi (40.) hatte den VfL mit einem Fernschuss aus rund 30 Metern dank eines Fehlers von Torwart Marwin Hitz in Führung gebracht.

Hannover 96 – VfB Stuttgart 1:1 (0:1)

Vor heimischem Publikum ist Hannover 96 am Freitagabend nicht über ein 1:1-Unentschieden (0:1) gegen den VfB Stuttgart hinausgekommen. Im Spiel der beiden Aufsteiger vor 43.500 Zuschauern hatte Hannovers Martin Harnik die erste große Torchance. Stuttgart bestimmte über weitere Phasen das Spiel und ging in der 24. Minute verdient in Führung, als der Japaner Takuma Asano einen Abpraller vom Hannoveraner Torhüter Philipp Tschauner ins Tor schoss. Nach der Pause wurde Hannover stärker. In der 74. Minute kam das Team schließlich zum Treffer. Nach Foul von Benjamin Pavard an Matthias Ostrzolek verwandelte Niclas Füllkrüg den fälligen Strafstoß. Für Stuttgart war es der erste Auswärtspunkt. Hannover bleibt in der Tabelle zwei Punkte vor dem VfB.