Das Council des Weltverbandes IAAF hat entschieden: Russlands Leichtathleten bleiben für internationale Wettkämpfe gesperrt. Seit November 2015 ist der russische Leichtathletikverband schon suspendiert, ein Jahr danach wurden die russischen Athleten von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Grund dafür war die Aufdeckung eines organisierten Dopingsystems in Russland.

Dass der Bann nun verlängert worden ist, liegt vor allem an der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada. Sie hat entschieden, die Suspendierung der russischen Kontroll-Agentur Rusada nicht aufzuheben. Am 5. Dezember entscheidet nun das Internationale Olympische Komitee über einen Ausschluss Russlands von den Winterspielen im Februar in Pyeongchang.

Der russische Leichtathletikverband nahm die IAAF-Entscheidung mit Bedauern auf. "Wir werden von unserer Seite aus weiter arbeiten und alles dafür tun, dass die russische Leichtathletik nur mit sauberen und ehrlichen Athleten in Verbindung gebracht wird", sagte der Verbandspräsident, Dmitri Schljachtin. Man warte nun auf Informationen, um an einem weiteren Fahrplan zu arbeiten.

Die IAAF hatte nach dem zuerst in der Leichtathletik aufgedeckten systematischen Doping in Russland den nationalen Verband Rusaf komplett von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Lediglich die in den USA lebende Weitspringerin Darja Klischina durfte teilnehmen. Auch bei den Weltmeisterschaften im August in London waren nur wenige Russen, die sich nachweislich einem unabhängigen Dopingkontrollsystem unterworfen hatten, zugelassen.