Skirennläufer Felix Neureuther hat sich bei einem Trainingssturz schwer verletzt und kann nicht an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, Südkorea, teilnehmen. "Ich habe leider keine so guten Neuigkeiten", sagte Neureuther in einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video. Er habe sich das Kreuzband im linken Knie gerissen. "Das bedeutet für mich, dass die Saison gelaufen ist." 

Der 33-Jährige Bayer galt als große deutsche Medaillenhoffnung bei den Olympischen Winterspielen im Februar. Zu Beginn der Wintersaison war Neureuther beim ersten Weltcup-Slalom im finnischen Levi als Erster ins Ziel gekommen. Es war sein 13. Weltcupsieg.

Der Slalom-Vizeweltmeister von 2013 ist bislang bei Olympia leer ausgegangen. Schon vor den Spielen in Sotschi hatte der Skistar Pech. Bei der Anreise nach Russland erlitt er auf dem Weg zum Flughafen bei einem Autounfall ein Schleudertrauma. Sichtlich gezeichnet fädelte er später im Olympia-Slalom ein – und schied aus. 

Als einer der wenigen Wintersportler aus Deutschland hatte sich Neureuther vor den Winterspielen in Südkorea klar zur Sicherheitslage positioniert und deshalb einen Startverzicht in Betracht gezogen.