Wer spielte wie gegen wen?

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Bremen. Wenn, außer den Münchnern, eine Elf zurzeit halbwegs den Ansprüchen eines Spitzenteams genügt, dann ist es Bayer 04, auch wenn Leverkusen nicht so viel besser war als der Tabellenvorletzte. Die Erfolge stimmen. Zuletzt verlor Leverkusen Mitte September. Das sieht wieder nach einer klaren Vizemeisterschaft aus. Wenn doch der blöde Saisonstart nicht gewesen wäre … Erfrischendes Talent belegt seit Wochen der Jamaikaner Leon Bailey, der seinen Bewachern wieder entwischte. Diesmal legte er das einzige Tor des Abends auf, der Torschütze war Alario.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Köln. Der FC stellte sich mit Mann und Maus, Geiß und Bock auf die Torlinie, betrat nur ab und an die Hälfte des Gegners. Mehr als ein, zwei Kölner beteiligten sich aber nie an Angriffen. Das Spiel war ein Sedativum, das das zentrale Nervensystem dämpfte. Der Übergang zur Narkose war fließend. Bayern fand nur ein Mal das Löchelchen, am Ende stand wieder ein hauchdünner 1:0-Sieg. Das Spiel zeigte auch: Die Bayern sind nicht besonders gut. Sie sind bloß nicht schlecht, als Einzige auf Dauer. Das ist genug für Platz 1 in der Bundesliga. Sie müssen, im Gegensatz zu Duellen mit der ausländischen Konkurrenz, nicht viel machen und können, um ein Tor zu schießen. Sie sind die Hinkenden unter den Lahmen.

Was war die Szene des Abends?

Hoffenheim schoss das 2:0 gegen Stuttgart, doch es zählte nicht. Zu Recht, denn es kam zu einem seltenen Fall von Abseits. Abseits ist es nämlich dann, wenn der angespielte Angreifer der gegnerischen Torlinie näher ist als der vorletzte Gegenspieler. Bei dieser Berechnung kommt es nicht darauf an, ob es sich um den Tormann oder um einen Feldspieler handelt. Genau das musste man hier bedenken. Auf den ersten Blick schien alles gut beim Tor von Andrej Kramarić, doch der Stuttgarter Keeper Ron-Robert Zieler eilte im flamingofarbenen Jersey zu dem Zeitpunkt irgendwo herum.

War sonst noch wichtig?

  • Keinen einzigen Videobeweis gab es an diesem Abend. Auch nicht bei Sky Go. Der Ton war aber wieder mal eine halbe Minute hinterm Bild. Der Reporter schilderte noch das Tor Hannovers, zu sehen aber war das von Schalke.
  • Schönes Hackentor von Franco Di Santo zum 1:0, das Schalkes erneuten Glückssieg einleitete.
  • Hertha machte es seinem Nachbarn Tennis Borussia nach und forderte die Freilassung von Deniz Yücel.