Einen Tag nach Bekanntgabe der Trennung von Hannes Wolf hat der VfB Stuttgart einen neuen Cheftrainer gefunden. Tayfun Korkut unterschrieb einen Vertrag bis 2019 – am Montagabend wurde er in Stuttgart vorgestellt. Der VfB erhofft sich von dem neuen Trainer einen Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga. Der Verein hatte zuletzt sieben von acht Spielen in der Liga verloren und steht derzeit auf Tabellenplatz 14.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel, was sich der VfB gesetzt hat, gemeinsam erreichen können", sagte der 43-Jährige Korkut bei seiner Vorstellung. Korkut übernimmt den Aufsteigerverein von Ex-Trainer Wolf, der nach dem 0:2 gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Samstag freigestellt worden war. Das erste Spiel in Korkuts Verantwortung wird die Partie beim VfL Wolfsburg am Samstag sein. 

Zunächst werde es wichtig sein, die Mannschaft kennenzulernen, sagte Korkut. "Ich weiß, dass wir nicht viel Zeit haben, aber das macht mir nicht so viele Sorgen." Vor allem wolle er den Abwärtstrend des VfB bei Auswärtsspielen stoppen. Dazu wolle er auch neue Assistenten engagieren. Die Stuttgarter haben in dieser Saison erst einen Punkt auf fremden Spielplätzen geholt.

Sportvorstand Michael Reschke sagte: "Wir freuen uns, dass wir eine Lösung gefunden haben, von der wir alle total überzeugt sind." Sollte sich Reschkes Wahl als Fehler erweisen, droht dem VfB der zweite Abstieg aus der Fußball-Bundesliga binnen drei Jahren.

Korkut war in der Rückrunde der vergangenen Saison für zwölf Spiele Trainer bei Bayer Leverkusen und seither ohne Verein. Zuvor hatte er im Profifußball bereits Hannover 96 und den 1. FC Kaiserslautern trainiert. Von Januar 2012 bis August 2013 war er zudem Assistenztrainer der türkischen Fußballnationalmannschaft. Korkut ist geborener Stuttgarter und wurde als Spieler bei den Stuttgarter Kickers ausgebildet.