Bei der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 bekommt Katar womöglich Unterstützung aus dem Iran. Wie der Economist berichtet, laufen derzeit Gespräche, WM-Besucher in Hotels auf den iranischen Inseln Kisch und Qeschm unterzubringen. Dass der Iran Spiele ausrichten wird, gilt indes als unwahrscheinlich.

Das Emirat am Persischen Golf hat Probleme, seine Zusagen bis 2022 einzuhalten: Dem Bericht zufolge wird es Katar nicht schaffen, die einst versprochenen 100.000 Hotelzimmer fertigzustellen. Zu erwarten sei, dass 2022 gerade einmal 45.000 Hotelbetten zur Verfügung stehen. Für die Unterbringung der Fans sollen deshalb auch Kreuzfahrtschiffe oder ausgebesserte Lager von Arbeitsmigranten genutzt werden.

Dem Bericht zufolge werden bei der WM auch weniger Stadien als ursprünglich geplant zur Verfügung stehen. Nur acht von insgesamt zwölf Stadien würden bis 2022 fertiggestellt sein.

Ursprünglich hatten die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Unterstützung zugesagt, allerdings brachen sie im Juni letzten Jahres zusammen mit Saudi-Arabien und Bahrain die diplomatischen Beziehungen zu dem Land ab – unter anderem wegen der guten Kontakte zwischen Katar und Iran. Auch werfen sie dem Emirat vor, Terrormilizen wie den "Islamischen Staat" zu unterstützen. Neben dem Iran kann Katar daher noch auf die Unterstützung des Oman und Jordaniens hoffen.

Vergabe der WM an Katar ist umstritten

Dass die Fußball-WM 2022 in Katar stattfindet, ist seit Langem umstritten. So wird sie aufgrund des heißen Wüstenklimas im November und Dezember ausgetragen. Außerdem kritisieren Menschenrechtsorganisationen die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der WM-Stadien.