Nach dem 25:26 (9:8) gegen Olympiasieger Dänemark ist der angepeilte Halbfinal-Einzug für die deutschen Handballer kaum noch zu schaffen. Selbst mit einem Sieg im abschließenden Hauptrundenspiel am Mittwoch gegen Vizeeuropameister Spanien bleibt ein Weiterkommen unwahrscheinlich. Eine über weite Strecken gute Defensive um Finn Lemke reichte gegen die Dänen nicht zu einem Sieg.

Die Offensive zeigte sich dagegen wie schon im bisherigen Turnierverlauf ideenlos und ohne Konsequenz im Abschluss. Kapitän Uwe Gensheimer verwarf schon nach knapp drei Minuten einen Siebenmeter, zuvor hatten Paul Drux und Steffen Fäth schwach aus dem Rückraum abgeschlossen. Erst nach neun Minuten gelang dem Team von Bundestrainer Christian Prokop der erste eigene Treffer.

Dass Dänemark nicht früh davonzog, verdankte das deutsche Team allein seiner erneut stabilen Defensive. Dabei zeigte sich erneut, wie wichtig der erst im Anschluss an das zweite Gruppenspiel nachnominierte Lemke für die DHB-Auswahl ist. Auch Dänemarks Keeper Niklas Landin, Torhüter beim THW Kiel, zeigte eine enorm starke Leistung. Nach knapp 17 Minuten hatten beide Teams jeweils erst vier Treffer erzielt. In der 25. Minute lag die DHB-Auswahl erstmals vorne (7:6).

Im zweiten Durchgang traten beide Mannschaften deutlich entschlossener auf. Am Ende aber trafen die Deutschen im Angriff zu viele falsche Entscheidungen. Die Dänen nutzten ihre Chancen konsequent und holten sich den Sieg. 

Schmerzhaft für die deutsche Mannschaft ist der mögliche Ausfall von Drux, der sich am Knie verletzte. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.