Die deutschen Handballer haben den Einzug ins EM-Halbfinale nach einer Niederlage gegen Spanien verpasst. Nach dem 27:31 (13:14) belegt die DHB-Auswahl in der Hauptrundengruppe II nur den fünften Platz. "Lasst uns das Ding mit Respekt beenden, aber nicht respektlos", sagte Bundestrainer Christian Prokop in einer Auszeit.

Kai Häfner war mit fünf Toren der beste Werfer für die Mannschaft. Die ersten drei Angriffe gingen alle ins Leere, erst mit dem vierten Wurfversuch landete Julius Kühn den ersten Treffer. Defensiv stand die DHB-Auswahl gegen sehr bewegliche Spanier in der ersten Halbzeit noch stabil. Kapitän Uwe Gensheimer leistete auf Linksaußen nur eine schwache Vorstellung. Nach der Halbzeit brachten sieben leichte Fehler die DHB-Auswahl vorentscheidend mit sieben Toren ins Hintertreffen.

Die Gründe für das Scheitern sind vielschichtig. Anders als der EM vor zwei Jahren präsentierte sich die DHB-Auswahl während des Turniers in Kroatien selten als geschlossene Einheit. Das Zusammenspiel zwischen Trainer Prokop und der Mannschaft funktionierte nicht immer so, wie sich das die Verantwortlichen im Deutschen Handballbund vorgestellt hatten. Der Trainer musste zwei umstrittene Nominierungen korrigieren und stieß mit einigen taktischen Vorgaben auf wenig Gegenliebe bei seiner Mannschaft.

Die Verunsicherung im Team war nach dem klaren Auftaktsieg gegen Montenegro in den folgenden Spielen permanent spürbar. Nur gegen Dänemark überzeugte die deutsche Mannschaft, verlor aber trotzdem.