Spanien ist Europameister im Handball. Im Finale in Kroatien setzte sich die Mannschaft mit 29:23 (12:14) gegen Schweden durch. Es ist nach vier Finalteilnahmen das erste Mal, dass Spanien den Titel holt. Vor rund 9.500 Zuschauern in der erneut nicht ausverkauften Arena sicherte sich Spanien mit dem Titel ein Direktticket für die Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland und Dänemark.

Die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera konnte mit taktisch cleveren Spielzügen überzeugen. Beste Torschützen waren Ferran Solé und David Balaguer mit jeweils fünf Treffern. Auch der Schwede Jesper Nielsen traf fünf Tore. Das half allerdings nicht: Vor allem im zweiten Durchgang lief bei der schwedischen Mannschaft nichts mehr zusammen. Schweden war mit zwölf Spielern aus erster und zweiter Bundesliga angetreten.

Die Schweden übernahmen nach zehn Minuten die Kontrolle über das Spiel und zeigten eine starke Abwehr sowie eine weitestgehend gute Chancenverwertung. Nach dem Seitenwechsel wirkte die schwedische Mannschaft aber überraschend verunsichert und scheiterte immer wieder an der offensiven Abwehr der Spanier – und an deren überragendem Torwart-Oldie Arpad Šterbik. Der 38-Jährige, der erst zum Halbfinale nachnominiert worden war, ließ die Skandinavier gerade im zweiten Durchgang etliche Male verzweifeln. Nach etlichen Profi-Jahren ist Šterbik zwar nicht mehr der Fitteste, aber immer noch einer der Beweglichsten – allein seine Präsenz schien die Schweden zeitweise zu verängstigen.

Die deutschen Handballer hatten den Einzug ins EM-Halbfinale nach einer Niederlage gegen Spanien verpasst. Nach dem 27:31 (13:14) belegte die DHB-Auswahl in der Hauptrundengruppe II nur den fünften Platz. "Lasst uns das Ding mit Respekt beenden, aber nicht respektlos", sagte Bundestrainer Christian Prokop in einer Auszeit.