Der Sachse Francesco Friedrich hat mit Anschieber Thorsten Margis bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Zweierbob die Goldmedaille gewonnen. Der viermalige Weltmeister muss sich mit dem zeitgleichen Kanadier Justin Kripps und Alexander Kopacz teilen. Bronze ging an den Letten Oskars Melbardis. Nico Walther und Christian Poser, die noch nach dem ersten Tag geführt hatten, wurden Vierte vor Johannes Lochner und Christopher Weber.

Im Final-Durchgang wurde es dramatisch. Der 27-jährige Friedrich legte als vorletzter Starter vor, dann folgte Kripps und hatte am Ende die exakt gleiche Zeit wie der Sachse. Schon bei der WM 2017 hatten sich die beiden ein spannendes Duell geliefert. Damals siegte Friedrich mit neun Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Kanadier.

Noch vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Sotschi hatte es eine historische Pleite für die deutschen Bobs gegeben. Erstmals seit 50 Jahren waren sie ohne Medaille geblieben. Nun holte Friedrich gleich im ersten Wettbewerb Gold. Es war der achte Olympiasieg eines deutschen Bobpiloten. Auch war es nicht das erste Mal, dass zwei Bobs zeitgleich ins Ziel kamen: Das war bereits bei den Winterspielen 1998 in Nagano der Fall. Damals holten der Italiener Günther Huber und der Kanadier Pierre Lueders Gold.

Friedrich war nach zwei nicht ganz fehlerfreien Läufen am Sonntag als Fünfter in die zweite Hälfte des Wettbewerbs gestartet. Im dritten Lauf schob er sich mit Bahnrekord von 48,96 Sekunden auf Rang zwei vor und lag nur noch sechs Hundertstelsekunden hinter Kripps. Lochner behielt mit Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich.