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9. Februar 2018 Liveblog abgeschlossen
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Olympia-Eröffnungsfeier: Bunt und schön, aber zu wenig Kamelle

Die 23. Olympischen Winterspiele sind eröffnet, das olympische Feuer brennt. Thomas Bach beschwor in seiner Rede Fair Play. Die Eröffnungsfeier zum Nachlesen

  • 14:36 Uhr
    Fabian Scheler

    Das war die Eröffnungsfeier. Die Südkoreaner wollten zeigen, wie Tradition, technischer Fortschritt und kulturelle Identität zusammengedacht werden können. Ist gelungen, sagen wir jetzt einfach mal. Schön war es, bunt auch, ein bisschen mehr Kamelle hätte dem Ganzen gut gestanden. Später schreibt Christof Siemes hier noch seine Eindrücke in einer Reportage auf. Von uns war es das.

  • 14:33 Uhr
    Oliver Fritsch

    Alfons Hörmann (DOSB) über den gemeinsamen Einmarsch von Nord- und Südkorea: "Da sieht man, was möglich ist, wenn Menschen bereit sind, ihre geistigen Grenzen zu überwinden.“ Ein Thema, mit dem er sich offenbar auskennt.

  • 14:22 Uhr
    Christian Spiller

    Das war's. Also jetzt geht's los, meinte ich. Wir analysieren hier mal die Verluste, was erfrorene Zehen und Finger angeht, und machen uns dann auf den Weg zu unseren Bussen, die uns in unsere pittoresken 23-geschossigen Unterkünfte bringen.

    Wenn die Spiele so werden wie die Eröffnungsfeier, dann können wir uns auf zwei herrlich kalte, nette, aber nicht euphorische, dafür aber irgendwie pyromanische Wochen freuen. Wir sind gespannt.

  • 14:18 Uhr
    Fabian Scheler

    Entzündet wurde die Flamme nun von Yuna Kim, der "Queen", Tochter der Nation von Südkorea. Sie gewann in Vancouver Gold im Eiskunstlauf. Jetzt brennt's. 

  • 14:09 Uhr
    Fabian Scheler

    Der Vollständigkeit halber. Der olympische Eid, der soeben geschworen wurde, geht so: "We promise to take part in these Olympic Games, respecting and abiding by the rules and in the spirit of fair play. We all commit ourselves to sport without doping and cheating. We do this, for the glory of sport, for the honour of our teams and in respect for the Fundamental Principles of Olympism.” Klingt so ähnlich, wenn wir hier jeden Morgen ins Büro taumeln. 

  • 14:04 Uhr
    Christian Spiller

    Einen Hauch Pjöngjang gab es aber schon heute. Ganz oben, in einer Ecke der Tribüne, quasi dem Gästeblock, saß ein Häuflein aus Nordkorea. Das hat oft und stets vorbildlich gejubelt und Fähnchen geschwenkt. Und wenn nicht, saßen sie sehr gerade auf ihren Plätzen. Mit nicht so krummen Rücken und vom Aufssmartphoneschauen schiefen Hälsen wie die Südkoreaner. Das muss man nun auch mal sagen dürfen!

  • 14:03 Uhr
    Annika Langrock

    Frozen ist ab sofort nicht nur der Titel des südkoreanischen Olympia-Märchenfilms, sondern wahrscheinlich auch das neue Nationalgetränk.

  • 14:01 Uhr
    Oliver Fritsch

    Choreografisch hätte ich mir von der Anwesenheit und dem Mitwirken Nordkoreas übrigens mehr versprochen.


  • 13:59 Uhr
    Oliver Fritsch

    Kein Wort des Danks von Bach an die Whistleblower Stepanowa, Stepanow und Rodtschenkow, die das russische Staatsdoping aufgedeckt haben, und ihr Leben für immer riskieren.

  • 13:59 Uhr
    Fabian Scheler

    Kurzer Blick in die Kommentarspalte: User "Parasolguy" fordert die Bundesliga-Vorschau. Keine Sorge, mein Lieber, alles zu seiner Zeit. 

  • 13:55 Uhr
    Oliver Fritsch

    Thomas Bach, der IOC-Sektenführ… äh -Präsident, diesmal geradezu bescheiden. Ein paar Buzzwords

    peace and harmony
    we are all touched
    united we are stronger
    message of peace

    Aber die quasireligiösen Komponenten kamen in seiner Rede fast schon enttäuschenderweise kurz. Anschließend Lennon (Imagine) und die Friedenstauben. Hoffentlich ergeht es ihnen anschließend nicht so wie denen bei der letzten Eröffnungsfeier in Südkorea:





  • 13:47 Uhr
    Christian Spiller

    Aufwärmen in der Medien-Lounge. Hier läuft die Rede von Thomas Bach ohne Ton. Da hört man doch gerne zu.

  • 13:42 Uhr
    Oliver Fritsch

    "Wir waren nicht auf Koreanisch eingerichtet."
    (die ARD zur Rede Lee Hee Beoms, des Chefs des Organisationskomitees)

  • 13:39 Uhr
    Annika Langrock

    "Ich danke allen, die diesen Augenblick möglich gemacht haben. Gehen wir Seite an Seite in Pyeongchang", sagte IOC-Präsident Thomas Bach bei seiner Ansprache. Neben ihm war auch Jackie Chan als Fackelläufer auf den südkoreanischen Straßen unterwegs.

  • 13:35 Uhr
    Christian Spiller

    Ohne das Notfall-Kältepaket bestehend aus Sitzkissen, Decke, Mütze, einem Regencoat, der sich hervorragend als zweite Decke eignet, einer Trommel (Bewegung hält warm) und einem Hotpack jedenfalls wäre das mein letzter Reportereinsatz gewesen. Höre ich da ein Schade, liebe Leser?

  • 13:28 Uhr
    Oliver Fritsch

    Also, mir hat der Umzug wirklich gut gefallen. Tanz und Trommeln, Schunkelmusik, gigantischer Materialaufwand, bunte Fahnen, jut jelaunte Jecken, schöne Kostüme. Bloß für meinen Geschmack zu wenig Kamelle.

  • 13:25 Uhr
    Fabian Scheler

    Nord- und Südkorea hinter gemeinsamer Flagge. Spiller und Siemes fast unter einer Mütze. Olympia schafft alles. 

  • 13:21 Uhr
    Christian Spiller

    Ein Hauch von Ekstase, als das Team Korea einlief. Ansonsten ist das Ganze hier auf den Rängen eine eher unterkühlte Veranstaltung.

  • 13:19 Uhr
    Annika Langrock

    Achtung, das ist keine Fake News. Nur ein Bild von der Eröffnungsfeier 2014. 

  • 13:14 Uhr
    Annika Langrock

    Falls das olympische Feuer außer Kontrolle gerät, können die Zuschauer im Olympia-Stadion inklusive unserer Reporter beruhigt sein. Feuerwehrmann und Eisschnellläufer Zbiginiew Bródka führt die polnische Mannschaft an.

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Vorbemerkungen

Für gewöhnlich wählt Thomas Bach staatstragende Worte, wenn er alle zwei Jahre während der Eröffnungsfeier zu den olympischen Athletinnen und Athleten spricht. Vor zwei Jahren in Rio de Janeiro sagte er zum Beispiel: "In dieser olympischen Welt gibt es nur ein weltumspannendes Recht für jedermann, in dieser olympischen Welt sind wir alle gleich. In dieser olympischen Welt können wir erkennen, dass die Werte für alle Menschen stärker sind als die Kräfte, die uns zu spalten trachten." Das hätte Claudia Roth schon damals nicht besser sagen können.

Tatsächlich muss er ja das Große, Gute beschwören, denn sonst bliebe ihm nur der traurige Blick auf die eigene Organisation, das Internationale Olympische Komitee (IOC). Gigantismus und der laxe Umgang mit dem russischen Staatsdoping beschäftigen das IOC seit Jahren. Die Russen werden unter neutraler Flagge dabei sein. Das muss er sein, der olympische Geist. Dem IOC fällt es schwer, seine schmerzhaft teuren Spiele – die Rechnung zahlen die Städte – noch unterzubringen.

All das wird man gleich nicht hören. Denn wenn das IOC etwas kann, dann ist es, die Show aufrechtzuerhalten. Die Spiele müssen weitergehen, nun also in Südkorea, die schon im Vorfeld mit der Erwartung überfrachtet wurden, einen jahrzehntealten blutigen Konflikt mit dem Nachbarn aus dem Norden zu besänftigen. Na dann. Olympischer Eid, Einmarsch der Nationen, Eröffnungsreden: Verfolgen Sie die Eröffnungsfeier bei uns im Liveblog.

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