Weswegen sollten Sie früh aufstehen?

Es wird wieder getanzt! Seit dem Goldlauf von Aljona Savchenko und Bruno Massot am Donnerstag haben sich nicht wenige Herren unserer Redaktion bedingungslos zum Eiskunstlauf bekannt. Sie alle, und das raten wir Ihnen auch, sollten dabei sein, wenn die Männer ihre Kür laufen. Der japanische Favorit Yuzuru Hanyū wiederholte seinen Olympiasieg von 2014. Der Deutsche Paul Fentz landete auf Platz 22. Der Lauf von Hanyū sorgte unterdessen für einen Teddysturm.

Die erfahrenen Nachtschicht-TV-Olympioniken wissen es: Es wird wieder gecurlt. Die Gruppenspiele laufen noch bis Donnerstag. Dann geht es weiter mit den anschließenden Halbfinals und den Endspielen. Die deutschen Curlingteams, insbesondere die der Wintersporthochburg Hamburg (John Jahr!), konnten sich ja leider nicht für diese Spiele qualifizieren. Einen Sieg im Super-G gab es am Samstag für Ester Ledecka aus Tschechien. Die 22-Jährige triumphierte mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor der Österreicherin Anna Veith und Tina Weirather aus Liechtenstein. Viktoria Rebensburg aus Kreuth wurde mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf Bronze Zehnte. Zudem batteln sich die Damen im Slopestyle. Um 2 Uhr starten die Vorläufe, um 5 Uhr folgt dann das Finale.

Wo gibt es heute sonst noch Medaillen zu gewinnen?

Für alle, die am Samstag ausschlafen: Es gibt genug zu sehen. Sechs Entscheidungen stehen bis zum Nachmittag an und dann ist ja auch schon Bundesliga. Abwechslungsreich wird es das erste Mal beim Skilanglauf. Um 10.30 Uhr beginnt die 4-Mal 5-Kilometer-Staffel der Frauen. In Sotschi gewannen die deutschen Damen damals überraschend Bronze, erst im Zielsprint musste sich Denise Herrmann (mittlerweile Biathletin) den Schwedinnen und Finninnen gegenüber geschlagen geben. Nur Stefanie Böhler ist von dieser Staffel nun noch übrig. Um 12.15 Uhr startet dann eine der deutschen Erfolgsdisziplinen in Pyeongchang: der Massenstart der Biathletinnen. Mit dem Kopf durch die Wand geht es dann beim Skeleton der Damen. Der entscheidende vierte Lauf findet ab 13.45 Uhr statt. Richtig in Fahrt kommen auch die Damen und Herren beim Shorttrack. Im Anschluss an das Finale der Frauen über 1.500 Meter gegen 13 Uhr geht es für die Männer über 1.000 Meter auf die Eisbahn. Um 14.30 Uhr sehen Sie dann das Finale der Skispringer auf der Großschanze

Was machen die Deutschen?

Nach ihren Gold-Gold-Bronze-Erfolgen aus den vorherigen Biathlonrennen könnte Laura Dahlmeier zum vierten Mal eine Medaille in Pyeongchang gewinnen. Sie läuft dieses Mal allerdings nicht gegen die Zeit (keine Sorge, wir bleiben im Bürostuhl sitzen), sondern gegen ihre Mitstreiterinnen. Auch Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz starten.

Gut sieht es im Skeleton aus. Es ist, bevor die schweren Bobs in die Rinne gehen, der letzte Wettbewerb auf Kufen. Nach den ersten beiden Durchgängen bei den Damen liegt Jacqueline Lölling in Führung. Ihr Vorsprung ist zwar kleiner als ein Wimpernschlag (0,020 Sekunden), doch ihre beiden bisherigen Fahrten überzeugten. Die Britin Lizzy Yarnold ist die große Favoritin und liegt derzeit auf dem dritten Rang. 

Und: Die Skispringer machen weiter. Nach dem Gold von der Normalschanze will Andreas Wellinger nun noch höher hinaus. Er ist im Kreis der Favoriten von der Großschanze. Der erste Durchgang beginnt um 13:30 Uhr, das Finale steht ab 14:30 an. Auch Richard Freitag kann in den Medaillenkampf eingreifen. Und Noriaki Kasai macht weiter Meter. Etwa 156.000 davon hat er schon. Gucken Sie ihm doch dabei zu: 

Der ewige Kasai

Der japanische Skispringer Noriaki Kasai, 45, ist zum achten Mal bei Olympia dabei. Aneinandergereiht wäre er in seiner Karriere etwa 156 Kilometer in 96 Minuten geflogen. Hier der Videobeweis:

Wie sieht der Medaillenspiegel aus?

Im Osten nichts Neues. 

Und sonst so?

Nun gab es vor langer Zeit mal ein olympisches Motto, das heute noch gerne als Slogan herhalten muss, aber wohl nur noch von den wenigsten wörtlich gemeint ist. Falls es denn überhaupt mal so war. Die Rede ist vom ewigen "Dabei sein ist alles", dem Inbegriff des olympischen Sports. Nun wäre es verrückt zu glauben, dass nicht alle Sporttreibenden antreten, um zu gewinnen. Doch im Falle dieser fünf Langlaufherren muss man wohl andersherum rangehen: Sie lieferten sich im 15-Kilometer-Lauf der Herren ein packendes Rennen um die Vermeidung des letzten Platzes. Mit dabei: Sebastian Uprimny (Kolumbien), Samir Azzimani (Marokko), der nackte Fahnenschwenker Pita Taufatofua (Tonga) und Kequyen Lam (Portugal). Sie alle wurden es nicht, empfingen aber den letztplatzierten Mexikaner German Madrazo. Er hatte 25:51 Minuten Rückstand im Vergleich zum Olympiasieger Dario Cologna, aber mal ehrlich: Ist doch egal, oder?