Die deutsche Eishockeynationalmannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang eine Goldmedaille knapp verpasst. Das deutsche Team unterlag im Finale den Olympischen Athleten aus Russland (OAR) mit 3:4 nach Verlängerung. Damit gab es Silber für die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm. Schon der Einzug ins Finale war der größte Erfolg in der Geschichte des deutschen Eishockeys.

Kirill Kaprisow erzielte in der zehnten Minute der Verlängerung in Überzahl den entscheidenden Treffer. Dank eines starken Auftritts stand das deutsche Team kurz davor, sogar Gold aus Südkorea mitzunehmen. Jonas Müller (57.) traf in der Schlussphase zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung, doch die Russen retteten sich mit einem Treffer 55,5 Sekunden vor Schluss noch in die Verlängerung.

Die Siegesserie der DEB-Auswahl kam völlig unerwartet mit Erfolgen gegen Weltmeister Schweden und Kanada, dem Olympiasieger aus Sotschi. Für die Russen war es das erste Olympiagold seit 26 Jahren. 

Zunächst hatte Wjatscheslaw Wojnow in der 20. Minute die Athleten aus Russland in Führung gebracht, Felix Schütz erzielte in der 30. Minuten das 1:1. Die Russen gingen daraufhin mit Nikita Gussew in der 54. Minute mit 2:1 in Führung, sofort darauf aber glich Dominik Kahun für Deutschland aus.