Der japanische Eisschnellläufer Kei Saito ist als erster Sportler bei den Olympischen Winterspielen 2018 aufgrund von Doping suspendiert worden. Das teilte die Ad-Hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) in Pyeongchang mit. Demnach wurde bei der Analyse einer Trainingskontrolle das Diuretikum Acetazolamid entdeckt.

Der 22-jährige Shorttrack-Läufer Saito hatte bislang noch an keinem Wettkampf teilgenommen, war aber als Reserveläufer für die 5.000-Meter-Staffel am Dienstag vorgesehen. Er verließ das olympische Dorf freiwillig. Der CAS will bis zum Ende der Winterspiele über eine Sanktion entscheiden. Vorläufig ist Saito, der bei der Junioren-WM 2013 als Dritter abschnitt, von den Wettbewerben in Pyeongchang ausgeschlossen. In einem Statement bestritt er, Doping betrieben zu haben. Er sei "extrem geschockt" über die Vorwürfe. Er könne sich das Ergebnis nur dadurch erklären, dass er das Mittel unabsichtlich eingenommen habe.

Diuretika sind Stoffe, die den Körper vermehrt Wasser abgeben lassen und dadurch auch den Urin verdünnen. Damit steigern sie zwar nicht die Leistung eines Sportlers. Weil sich so aber die Rückstände anderer Dopingmittel in Urinproben verschleiern lassen, sind sie im internationalen Sport dennoch als verbotene Substanzen gelistet.

Die CAS-Außenstelle entscheidet seit den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro über Dopingfälle bei Olympischen Spielen.