Die deutsche Goldhoffnung: Biathletin Laura Dahlmeier © Stanko Gruden/​Agence Zoom/​Getty Images

Laura Dahlmeier

Schießen und Skilanglaufen – eine Kombination, die Laura Dahlmeier liegt. Sieben Weltmeisterschaftstitel, von denen sie allein 2017 fünf holte, hat die 24-jährige Biathletin bislang eingefahren. Kein Wunder, dass sie daher zur Sportlerin des Jahres 2017 gekürt wurde. Seit 2011 ist die 1,62 Meter große Bayerin im Nationalkader des Deutschen Skiverbandes und zählt zu den deutschen Goldhoffnungen in Pyeongchang. Auch in der Staffel feierte die aus Garmisch-Partenkirchen stammende Wintersportlerin Siege. 2017 belegte sie sowohl mit der deutschen Mixed-Staffel sowie mit dem Team jeweils den ersten Platz bei der WM in Hochfilzen. Die Goldambitionen im Team sind hoch. Das angestrebte Ziel laut Björn Weisheit, dem deutschen Biathlon-Chef: fünf Medaillen. Dahlmeier lehnte ihre Nominierung als Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier ab, da bereits einen Tag später ihr erster Wettkampf im Sprint über 7,5 Kilometer ansteht.

Überraschungssieger auf der Streif: Skirennläufer Thomas Dreßen startet bei Olympia 2018 für Deutschland. © Leonhard Foeger/​Reuters

Thomas Dreßen

SCHNELLIGKEIT wird bei Thomas Dreßen groß geschrieben. Die Disziplinen Abfahrt, Super-G sowie die alpine Kombination sind seine Stärken. Ende Januar machte der 24-Jährige aus Mittenwald bei seinem bislang größten Erfolg, dem Gewinn der Abfahrt in Kitzbühel, auf sich aufmerksam. Dieser erste Weltcupsieg für Dreßen hat auch historische Bedeutung, der Speed-Spezialist entschied als erster Deutscher nach fast 40 Jahren das Hahnenkammrennen für sich. Das Talent und Skifahrer-Gen wurde Dreßen in die Wiege gelegt. Sein Großvater war Ski-Marathon-Läufer, sein Vater Biathlet. Der starb bei einem Gondelunglück, als Dreßen elf Jahre alt war. "Ich fahre nicht nur für mich, sondern auch für ihn", sagt Dreßen.

Die US-amerikanische Skirennläuferin und mehrfache Weltcupsiegerin Lindsey Vonn ist eine heiße Anwärterin auf olympisches Edelmetall. © Michael Dalder/​Reuters

Lindsey Vonn

Vonn spricht man wie won, das passt. Gewonnen hat die US-Amerikanerin nämlich oft. Die 33-Jährige holte insgesamt 79 Weltcup- und vier Gesamtweltcupsiege in der Abfahrt und Super-Kombination sowie im Super-G, Slalom und Riesenslalom. Außerdem gewann sie 2010 in Vancouver Gold in der Abfahrt und Bronze im Super-G. Ihre Teilnahme 2014 in Sotschi musste sie wegen einer Knieverletzung absagen. In Pyeongchang wird sie an den Start gehen, obwohl sie im Dezember eine Rückenverletzung erlitt. Um sich vollkommen auf die Wettkämpfe vorzubereiten, ist Vonns Homepage während der Spiele nicht erreichbar. "Aufgrund meiner Teilnahme in Pyeongchang habe ich mich dazu entschlossen, während der Winterspiele zu pausieren. Ich schätze eure enorme Unterstützung auf meinem Weg zu Gold", ließ sie ihre Fans wissen.

Er ist der Super-Star seiner Szene: US-Amerikaner Shaun White tritt bei der neuen Olympia-Disziplin Big Air an. © Andrew Gombert/​AP/​dpa

Shaun White

Kennen Sie Big Air? Wenn nicht, wird es allerhöchste Zeit. Bei der neuen olympischen Disziplin geht es nicht um Bestzeiten, sondern um waghalsige Schnee-Stunts. Als Sprungschanze dient der Kicker. Mit ihrem Snowboard erheben sie sich in die Luft, drehen sich ein paar Mal und landen auf dem Boden. Es gewinnt derjenige, der die spektakulärsten Snowboardtricks zeigt. Einen Namen kennt man: Shaun Roger White. Bereits mit 19 gewann der Kalifornier Gold in Turin 2006, und zwar in der Halfpipe. In Vancouver verteidigte er seinen Titel. White gewann zudem fünfzehn X-Games-Titel. In den USA ist er ein Star.

Für die Rekord-Skilangläuferin Marit Bjørgen könnten es die letzten Olympischen Spiele werden. © TT News Agency/​Reuters

Marit Bjørgen

Sie ist mit 37 ein Routinier, aber fit wie ein Skischuh. Seit 2002 hat Marit Bjørgen an allen Winterspielen teilgenommen und war immer erfolgreich: sechsmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze. Bei den vergangenen Spielen in Sotschi gewann die Norwegerin gleich alle drei Rennen, unter anderem auch in der Staffel. Mit 112 Weltcupsiegen und 18 WM-Titeln zählt sie zu den erfolgreichsten Langläuferinnen aller Zeiten. Ob sie ihre Karriere nach ihren fünften Winterspielen beenden wird, hat Marit Bjørgen nicht gesagt. Fest steht aber: Auch in Pyeongchang ist sie eine Favoritin.

Das 24-jährige Biathlon-Talent Johannes Thingnes Bø läuft in Südkorea für Norwegen auf. © Stanko Gruden/​Agence Zoom/​Getty Images

Johannes Thingnes Bø

Bo ist die französische Aussprache für das Wort "schön". In Norwegen geht die Bedeutung von Bø darüber hinaus und steht für "ganz schön talentiert". Der Biathlet Johannes Thingnes Bø gewann schon im Alter von 20 seinen ersten Weltcup. Damit zählt der Norweger zu den jüngsten Weltcupsiegern der Biathlongeschichte. Nach zahlreichen Erfolgen in der Jugend nahm Bø 2015 erstmals an den Weltmeisterschaften teil: dreimal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze. Beim letzten Rennen vor Olympia in Ruhpolding gewann der 24-Jährige den Massenstart sowie das Staffelrennen und wurde Dritter im Einzelrennen. Falls Sie in Pyeongchang Gesänge der norwegischen Anhänger hören sollten, könnten diese Bø gelten.

In Pyeongchang nimmt der französische Biathlet Martin Fourcade an seinen bislang dritten Olympischen Winterspielen teil. © Stanko Gruden/​Agence Zoom/​Getty Images

Martin Fourcade

Was Bayern München in der Bundesliga, ist Martin Fourcade beim Biathlon: die unangefochtene Spitze. Seit 2012 gewann der Franzose jeden Gesamtweltcup und siegte insgesamt 67 Mal bei einem Einzelweltcuprennen. Außerdem stehen je zwei olympische Gold- und Silbermedaillen auf dem Konto des 29-Jährigen. Damit ist Fourcade einer der erfolgreichsten Biathleten der Historie. Doch wie momentan in der Bundesliga wird es beim Biathlon der Männer in Pyeongchang vermutlich nicht ablaufen. Denn bereits bei den Weltcuprennen im Januar lieferten sich Fourcade und Bø mehrere Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach den Einzel- und Staffelduellen in Ruhpolding steht es für Fourcade 1:2.

Zweimal in Folge gewann Olympia-Teilnehmer Kamil Stoch die Vierschanzentournee. © Stanko Gruden/​Agence Zoom/​Getty Images

Kamil Stoch

Ein Überflieger ist Kamil Stoch allemal. Für den 30-jährigen Skispringer aus Polen gibt es nur ein Ziel: immer weiter. Bereits bei seinen ersten Spielen 2014 in Russland konnte er mit Bestweiten und zwei Goldmedaillen glänzen. Zudem holte er 29 Weltcup-Siege. Bei der Vierschanzentournee in diesem Jahr gewann er alle vier Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Das war zuvor nur Sven Hannawald gelungen.

Der sechsfache Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher gilt als Gold-Kandidat für Österreich © USA Today Sports/​Reuters

Marcel Hirscher

Weit gebracht hat es auch Marcel Hirscher. Der alpine Skifahrer hat schon 55 Weltcups gewonnen. Sowohl im Slalom und Riesenslalom, aber auch im Super-G und in der Super-Kombination ist der sechsfache Gesamtweltcupsieger ein Siegertyp. Als einer von insgesamt 105 österreichischen Athleten in Pyeongchang ist der 28-jährige Salzburger ein Kandidat für einen Platz auf dem Podest. In Kitzbühel wurde er im Januar Zweiter.

Der Niederländer Sven Kramer startet als Favorit beim Eisschnelllauf in Pyeongchang. © Norsk Telegrambyra AS/​Reuters

Sven Kramer

Sein Name klingt deutsch, doch das DESG-Team kann nicht von Sven Kramers Leistungen profitieren. Der holländische Eisschnellläufer sammelt Erfolge wie andere Briefmarken. Der Weltrekordhalter auf 5.000 Metern hat insgesamt schon 54 Weltcuptitel, 8 Gesamtweltcups und 7 Olympia-Medaillen in der Tasche. Lange Distanzen, wie zum Beispiel die 10.000 Meter-Strecke, liegen ihm am meisten. In Pyeongchang will er seinen drei Goldmedaillen weitere hinzufügen.