Tobias Wendl und Tobias Arlt haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang erneut Gold im Rodel-Doppelsitzer gewonnen und damit ihren Erfolg bei den vorherigen Spielen 2014 im russischen Sotschi wiederholt. Die Bayern setzten sich nach zwei Läufen im Olympic Sliding Centre gegen die Österreicher Peter Penz und Georg Fischler durch. Bronze holten die deutschen Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken aus Suhl.

Der Erfolg von Wendl und Arlt kam etwas überraschend, galten doch die Thüringer Eggert und Benecken als die eigentlichen Favoriten. Das Team aus Suhl hatte in dieser und der vorherigen Saison 19 von 25 Weltcup-Rennen gewonnen, war Weltmeister geworden sowie Europameister und deutscher Meister. Und auch in den beiden Trainingsläufen am Dienstag fuhren Eggert und Benecken jeweils Bestzeit, während Wendl und Arlt im zweiten Durchgang stürzten.

Doch im Wettkampf konnten die beiden Berchtesgadener überzeugen. Bereits im ersten Lauf fuhren sie Bestzeit und setzten sich mit einem Vorsprung von 0,071 Sekunden vor dem österreichischen Team Penz/Fischler an die Spitze. Eggert und Benecken folgten mit einem Rückstand von 0,111 Sekunden und konnten diesen auch im entscheidenden zweiten Durchgang nicht mehr wettmachen. Trotz eines kleinen Fehlers kurz vor dem Ziel fuhren Wendl und Arlt zum Sieg.

Die Bayern sind damit das dritte Paar nach Hans Rinn/Norbert Hahn (1976/1980) und den Österreichern Andreas Linger/Wolfgang Linger (2006/2010), das zweimal nacheinander Olympiasieger im Doppelsitzer wurde. Und am kommenden Donnerstag könnte eine vierte Medaille dazukommen, wenn Wendl und Arlt im Teamwettbewerb um Gold fahren. Die Deutschen gelten als Favoriten, nachdem in den bisherigen Rodelwettbewerben Johannes Ludwig Bronze, Natalie Geisenberger Gold und Dajana Eitberger Silber gewonnen haben.