Die Snowboarderinnen Selina Jörg und Ramona Hofmeister haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Silber und Bronze im Parallel-Riesenslalom gewonnen. Gold gewann die Tschechin Ester Ledecká, die nach Gold im Super-G der Skirennfahrer mit ihrem zweiten Olympiasieg Geschichte schrieb. Noch nie hat ein Athlet in diesen zwei Sportarten bei Winterspielen Medaillen gewonnen. 

Die 30 Jahre alte Jörg landete im Finale nur knapp hinter Ledecká. Hofmeister hatte im Halbfinale gegen die Tschechin keine Chance. Trotz des verpassten Goldes lagen sich die Deutschen nach den Finals jubelnd in den Armen und feierten die größten Erfolge in ihren Karrieren.

Insbesondere Hofmeister hatte vor den Olympischen Spielen mit einem Weltcupsieg und drei weiteren Podestplätzen in diesem Winter im Parallel-Riesenslalom ihre Medaillenambitionen unterstrichen. Als einziger Fahrerin war ihr Ende Januar im bulgarischen Bansko im Viertelfinale ein Sieg gegen die bislang ungeschlagene Ledecká gelungen. Jörg hatte in den beiden Weltcups vor Olympia schon jeweils auf dem Podest gestenden. 

Das deutsche Snowboard-Team erreichte damit am letzten Tag der Wettkämpfe doch noch das Ziel von zwei Medaillen. Schon in Sotschi vor vier Jahren hatten am Abschlusstag im damals noch olympischen Parallel-Slalom zwei deutsche Damen Medaillen geholt. 

Alle deutschen Medaillen bei olympischen Winterspielen

In den Spielen vor der Wiedervereinigung sind die Medaillen von Athleten der Bundesrepublik und der DDR gesondert ausgewiesen. Von 1952 bis 1968 trat jeweils ein gemeinsames deutsches Olympiateam an. (Stand: 24. Februar 2018)

© ZEIT ONLINE

Bei den Herren war Stefan Baumeister als einziger Deutscher in die K.-o.-Duelle gekommen und hatte in der ersten Runde noch überzeugt. Im Viertelfinale unterliefen dem 24-Jährigen dann ein paar Fehler und er konnte den starken Slowenen Žan Košir nicht mehr einholen. Gold holte der Schweizer Nevin Galmarini gegen Lee Sangho, Bronze gewann Košir.