Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat Energie Cottbus wegen zweier Fälle unsportlichen und diskriminierenden Verhaltens seiner Anhänger – unter anderem rechtsradikale Sprechchöre und Gesten – zu einer Gesamtgeldstrafe von 7.000 Euro verurteilt. Davon könne Cottbus bis zu 3.000 Euro für präventive Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus verwenden, hieß es vonseiten des DFB.

Es geht um die Vorkommnisse beim Regionalliga-Spiel zwischen dem SV Babelsberg und Cottbus am 28. April 2017. Babelsberg, dessen Anhänger sich mit "Nazi-Schweine"-Sprüchen gegen die Cottbuser Anhänger gewehrt hatten, war zu einer Geldstrafe von 7.000 Euro wegen des Abbrennens von Pyrotechnik verurteilt worden. Auch Cottbus wurde anfänglich mit einer Geldstrafe belegt – diese wurde aber später vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) zurückgenommen.

Mit der jetzigen Entscheidung des DFB-Gerichts wurde das erstinstanzliche Urteil des NOFV vom 24. November 2017 aufgehoben. Schon damals teilte der DFB-Kontrollausschuss mit, man habe erhebliche Bedenken gegen diese Entscheidung und werde das Urteil prüfen. In der Folge wurde das DFB-Bundesgericht eingeschaltet.

Achim Späth, der als Vorsitzender des DFB-Bundesgerichtes die Verhandlung leitete, sagte: "Der DFB fährt eine klare Linie gegen rassistische und rechtsradikale Umtriebe. Für solche Verhaltensweisen ist in unserem Fußball kein Platz. Das hat auch der Verein Energie Cottbus in vollem Umfang so gesehen und deshalb dem Urteil zugestimmt."