Wo gibt es heute Medaillen zu gewinnen?

Och, gar nicht so viele. Nur drei Entscheidungen stehen an, die Spiele ruhen sich nach dem Millimeterfinale im Biathlon kurz aus. Oder wie die im Medaillenspiegel führenden Norweger sagen würden: darauf einen tiefen Zug vom Asthmaspray. Pro Athletin und Athlet hat das Team 50 Sprayeinheiten dabei. Mitfavoriten für das Teamspringen von der Großschanze sind sie trotzdem. Ab 13.30 Uhr wird gehüpft. Auch um Medaillen geht es im Bobfahren. Der Zweierbob der Herren schiebt ab 13.45 Uhr zum entscheidenden vierten Lauf an. Und im Eisschnelllauf wird gegen 14 Uhr die Goldentscheidung im Herrensprint über 500 Meter erwartet. Der Norweger Håvard Holmefjord Lorentzen ist der Favorit und könnte damit Norwegens Führung im Medaillenspiegel weiter ausbauen. Ebenfalls in Führung liegen die Norweger im ewigen Medaillenspiegel des Dorschzungenschneidens, dessen zehnte Weltmeisterschaft am Sonntag im Norden Norwegens zu Ende ging. 

Was machen die Deutschen?

Einiges wird heute an die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am sechsten Januar erinnern. Nein, es wird nicht gedartet, sondern gesprungen. Wie bei der Vierschanzentournee auch, gilt: Deutschland, einig Skisprungland. Andreas Wellinger holte in Pyeongchang bislang Gold und Silber, nun springt er mit den Kollegen im Teamwettbewerb. Im Weltcup liegen die Deutschen dort auf Rang zwei hinter Norwegen, aber vor Polen, wo Skispringen mittlerweile zum politischen Werkzeug wird. Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Andreas Wellinger wollen jedenfalls die Erfolgsbilanz des Trainers fortführen: Seit 2008 coacht Werner Schuster die Deutschen und seitdem gewannen sie zweimal Olympiagold und 14 WM-Medaillen. Im Teamwettbewerb am Montag sind sie Titelverteidiger.

Außerdem gucken alle wieder in die Rinne. Die Bobfahrer im Zweierbob fahren um Medaillen. Drei deutsche Duos stehen am Start und die Ausgangslage ist so schlecht nicht, um die gebotene Zurückhaltung zu üben: Nico Walther führt nach zwei Läufen, Johannes Lochner ist Dritter, Francesco Friedrich Fünfter. Keiner schlittert so gut wie die Deutschen.

Wie sieht der Medaillenspiegel aus?

Man vettike hva dagen bringer før solenhar gått ned.

Und sonst so?

Was machen eigentlich die Russen? Die Kollegen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung haben die erste Woche der "Olympischen Athleten aus Russland" beobachtet. Das IOC hat dem ausgeschlossenen Komitee des Landes ja unter sehr vage formulierten Kriterien und bei gutem Benehmen in Aussicht gestellt, bei der Schlussfeier wieder regulär dabei sein zu dürfen. Fast alle gehen davon aus, dass es so kommt. Auch wenn die erste Medaille, Bronze für Semjon Jelistratow im 1.500-Meter-Shottrackrennen, "allen, die auf so gemeine und unfaire Weise ausgeschlossen" worden seien, gewidmet war. Nikita Tregubow, Zweiter im Skeleton, verkündete Ähnliches nach seinem Rennen. Das IOC will sich das alles anschauen, behauptet es. Der Eishockey-Weltverband gilt in seiner Führung ohnehin als putinnah. Ein Facebook-Post des Verbandes mit den Worten "Viel Glück, Russland", musste auf IOC-Druck wieder gelöscht werden. Und bittet man den Star des Teams, Ilja Kowaltschuk, um ein Selfie, besteht er darauf, dass die Fahne nicht auf dem Bild zu sehen ist.

Die Fans sind da weniger diplomatisch. Einige halten Putin-Plakate hoch. Auf einem steht: "Im Wintersport ist keiner stärker als Russland." Auf einem anderen krallt sich ein russischer Bär die olympischen Ringe, eine Motivwahl, die an die Hackergruppe Fancy Bears' erinnert. Bislang holten die Russen drei Silber- und acht Bronzemedaillen und belegen in der Rangliste der bei diesen Spielen bekannt gewordenen Dopingfälle den zweiten Platz: Der Curler Alexander Kruschelnizki (Bronze im Mixed-Wettbewerb) steht unter dem Verdacht, Meldonium eingenommen zu haben.