Bei den Paralympics in Pyeongchang haben deutsche Athletinnen zwei Goldmedaillen geholt: Fahnenträgerin Andrea Eskau gewann Gold im Biathlon, Anna-Lena Forster in der Super-Kombi. Mit insgesamt vier Gold-, fünf Silbermedaillen und einer Bronzemedaille steht Deutschland damit nun auf Platz sechs des Medaillenspiegels.

Eskau leistete sich bei schwierigen Bedingungen mit viel Wind auf der zehn Kilometer langen Strecke nur einen Schießfehler und kam nach 42:36,6 Minuten ins Ziel. Auf den zweiten Platz kam die Russin Marta Sainullina, die für die Neutralen Paralympischen Athleten antrat. "Ich bin sehr stolz, ich bin eine alte Frau", sagte die 46-Jährige lachend nach ihrem Sieg.

Für Eskau war es die zweite Medaille bei den Winterspielen in Südkorea – sie holte im Langlauf bereits Silber – und die siebte goldene bei fünf verschiedenen Paralympics insgesamt. Auch bei Sommer-Paralympics holte Eskau schon eine Medaille. Dort startet sie mit dem Handbike.

Anna-Lena Forster gewann in der Super-Kombi, ihre Teamkollegin Anna Schaffelhuber holte Silber. Schaffelhuber hatte zuvor sieben Paralympics-Rennen in Folge gewonnen: fünf bei den Spielen 2014 in Sotschi und die ersten beiden in Südkorea. Forster hatte nach dem Super-G noch auf Rang vier gelegen, riskierte dann aber im Slalom alles und gewann. Am Ende lag sie 2,52 Sekunden vor Schaffelhuber.

"Heute ist ein Traum wahr geworden. Und das in einer Disziplin, in der ich es nicht erwartet hätte", sagte Forster nach ihrem ersten Paralympics-Gold. Sie sei froh, dass sie gegen Schaffelhuber gewonnen habe und aus ihrem Schatten treten konnte.