Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat am Schlusstag der Paralympics in Pyeongchang die siebte deutsche Goldmedaille gewonnen. Die 22-Jährige aus Radolfzell siegte im Slalom mit einem riesigen Vorsprung von 5,37 Sekunden auf die Japanerin Momoka Muraoka und holte nach dem Sieg in der Super-Kombination ihr zweites Gold in Südkorea. "Diese Spiele waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle", sagte Forster: "Am Anfang war ich am Boden, nun habe ich zweimal Gold. Das ist krass, verrückt, einfach Hammer."

Die deutsche Langlauf-Mixed-Staffel erzielte Bronze. Über 4 x 2,5 Kilometer mussten sich Andrea Eskau, Steffen Lehmker und Alexander Ehler nur der Ukraine und Kanada geschlagen geben. "Es ist ein Traum", sagte Bundestrainer Ralf Rombach dennoch. "Eine Teammedaille ist immer etwas Besonderes." Er könne es noch gar nicht fassen, sagte Lehmker. Für den 29-Jährigen war es die erste Medaille bei der ersten Paralympics-Teilnahme. 

Skifahrerin Andrea Rothfuss gewann in ihrem fünften und letzten Wettkampf bei den Paralympics in der stehenden Klasse ebenfalls Bronze. Im Slalom hatte Rothfuss bei den Spielen 2014 in Sotschi ihre bisher einzige Goldmedaille gewonnen. Insgesamt hat die Schwäbin nun 13 Medaillen bei Winterspielen eingefahren: Neben der einen goldenen neun silberne und drei bronzene.

Andrea Eskau, die in der Langlauf-Staffel zweimal lief, freute sich besonders für ihre Teamkollegen: "Die beiden haben es so verdient, sie haben so hart gearbeitet das ganze Jahr", sagte die 46 Jahre alte Magdeburgerin. "Dass sie jetzt auch eine Medaille haben, ist einfach großartig." Wie für Lehmker war es auch für den 48 Jahre alten Ehler die erste Paralympics-Medaille.

Eskau hat in Südkorea dagegen schon sechs Medaillen erzielt – zwei goldene, drei silberne und nun auch eine bronzene. Fast wäre es Silber geworden: Nur 3,4 Sekunden kam Ehler als Schlussläufer hinter Kanada ins Ziel.