Thomas Tuchel wird nach Informationen der Bild am Sonntag und der Süddeutschen Zeitung nicht Nachfolger von Jupp Heynckes als Trainer beim FC Bayern München werden. Der frühere Coach von Borussia Dortmund stehe "bei einem anderen Topclub im Ausland im Wort. Damit kam Bayern für ihn nicht mehr infrage", berichtet die BamS. Dabei hatte man sich dem Bericht zufolge schon darauf geeinigt, Verhandlungen mit Tuchel aufzunehmen. Der Kicker berichtete am Sonntagmittag, dass Tuchel stattdessen einen Vertrag bei dem englischen Club FC Arsenal unterschrieben hat und dort auf Arsène Wenger folgt. 

Über die Nachfolge von Heynckes wird seit Monaten spekuliert. Tuchel war unter anderem deswegen im Gespräch, weil er von Heynckes selbst sehr geschätzt wird. Er galt als Favorit für die Nachfolge. Tuchel ist derzeit ohne Arbeitgeber und daher nicht gebunden. 

Heynckes hatte sich kürzlich zu seiner eigenen Zukunft geäußert. "Ich habe bislang noch nie definitiv gesagt, dass ich am 30. Juni aufhören werde", sagte der Bayern-Trainer. Diese Bemerkung bedeutet keine Abkehr von seiner Ursprungsaussage beim Amtsantritt im vergangenen Oktober, als Heynckes von einer "Hilfsaktion bis zum Saisonende" sprach.

Auch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte sich im Stadionmagazin zur ungeklärten Trainerfrage geäußert. "Wir betrachten sehr entspannt und zum Teil auch amüsiert, was da so alles spekuliert wird", schrieb der Vorstandschef.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung versuchten Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidžić am Freitag in einer Telefonkonferenz vergeblich, Tuchel zur Übernahme des Bayern-Jobs zu überreden. Das konkrete Münchner Interesse kam demnach aber zu spät: Am Tag zuvor hatte Tuchel die Bayern davon in Kenntnis gesetzt, dass er das Angebot eines anderen europäischen Topvereins annehmen werde.