Der VfL Wolfsburg hat einen großen Schritt zum nachträglichen Klassenerhalt gemacht. Der Bundesliga-16. gewann das Hinspiel der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel mit 3:1 (2:1) und verschaffte sich damit eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Kiel am Montag.

Divock Origi (13. Minute), Josip Brekalo (40.) und Yunus Malli (56.) erzielten die Treffer für den Bundesligisten. Kingsley Schindler gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für den Zweitligisten (34.).

Der VfL ging gleich mit der ersten guten Gelegenheit in Führung. Nach einer Hereingabe von Malli scheiterte Renato Steffen zunächst noch an Kiels Torwart Kenneth Kronholm, doch dann drückte Origi den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie.

Die Kieler wirkten zunächst beeindruckt vom Auftritt des VfL. In der ersten halben Stunde kamen die Gäste, die mit 71 Treffern über die beste Offensive der Zweiten Liga verfügten, zu keiner nennenswerten Gelegenheit. Relativ überraschend gelang Holstein daher in der 33. Minute der Ausgleich. Nach Vorarbeit von Dominick Drexler schoss Schindler aus kurzer Entfernung ein.

Doch der VfL ging noch vor der Pause wieder in Führung. Kiels Abwehrspieler Dominik Schmidt köpfte den Ball nach einem langen Wolfsburger Ball direkt vor die Füße von Brekalo, der Kronholm mit einem Schuss aus 16 Metern keine Chance ließ. Nach dem Seitenwechsel setzte der VfL weiter auf Offensive und wurde belohnt. Malli umkurvte Kronholm und sorgte für das 3:1. Die Kieler kamen durch Alexander Mühling und Toptorjäger Marvin Ducksch noch zu guten Chancen. Zum zweiten Treffer reichte es aber nicht mehr.

Schon in der vergangenen Saison hatte sich Wolfsburg erst in der Relegation ein weiteres Jahr in der Bundesliga gesichert. Damals schlug der deutsche Meister von 2009 Eintracht Braunschweig zwei Mal mit 1:0.