Wer spielt wann gegen wen?

Nur noch zwei Spieltage, liebe Leser, um Ihre Lieblinge mit Ihren Herzchen in unserer Herzchentabelle noch einmal ein paar Ränge nach oben springen zu lassen.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leipzig gegen Wolfsburg. In Sachsen treffen die Underperformer der Stunde aufeinander. Es gibt kaum zwei Vereine, die aus so viel so wenig machen. Der VW-Club torkelt nun schon zum zweiten Mal in Folge Richtung Relegation, die Leipziger Brausekicker kassierten in den vergangenen fünf Spielen 18 Gegentore. Zum Glück haben die Wolfsburger mit Bruno Labbadia einen Trainer, der Erfahrung im Abstiegskampf mitbringt. Reflexartig wurde in dieser Woche demnach ein Kurztrainingslager einberufen. Auf bizarre Motivationsmaßnahmen verzichtete Labbadia jedoch. "Wir werden nicht über brennende Scherben laufen", erklärte er und quartierte seine Mannschaft prompt in einem Wellness-Hotel ein. Vielleicht hilft ja auch eine Gurkenmaske mit anschließender Hot-Stone-Massage, um die Kampfgeister zu wecken. Oder was mit Schlangen.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Köln gegen Bayern. Bayern ist schon Meister, Köln bereits abgestiegen. Das Wettrennen, wer als erster mit der Bundesliga-Saison abschließen darf, gewannen am Ende knapp die Münchener. Alles ist am Rhein aber auch nicht schlecht. Nach Marco Höger, Jonas Hector und Timo Horn hält auch Marcel Risse dem Club trotz des Abstiegs die Treue. Vor lauter neuer Stadthelden muss sich Lukas Podolski bald mal wieder blicken lassen, um in Köln nicht in Vergessenheit zu geraten. Bei seiner neuen Dönerbude könnte er dann auch gleich mal nach dem Rechten sehen.

Wer steht im Blickpunkt?

Sven Ulreich. Saß nach dem schlimmen Patzer gegen Real Madrid einsam auf dem spanischen Rasen und wünschte sich wahrscheinlich vor einen Teller von Mamas Spätzle. Gegen den FC darf er noch einmal halten, ehe wohl Manuel Neuer wieder übernimmt. Am nächsten Wochenende könnte der Nationalkeeper zum ersten Mal seit dem vierten Spieltag wieder zwischen den Pfosten stehen. Insgesamt erwies sich Ulreich nach Startschwierigkeiten aber als würdiger Vertreter eines Welttorhüters. Auch wenn wohl nicht mehr viele dazukommen werden: Mit 54 Einsätzen hat Ulreich viereinhalb Mal so viele Spiele für die Bayern absolviert wie Tom Starke. Der hat dafür das wahrscheinlich beste Titel-Einsatz-Verhältnis der Bundesligageschichte. Nur zwölf Mal stand er im Bayern-Tor, gewann aber insgesamt 15 Trophäen. Pro Einsatz ergibt das einen Durchschnitt von 1,25 Titel. Wir gratulieren   herzlich.