Der DFB-Präsident hat nach dem Wirbel um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan einen moderaten Umgang mit den Fußballnationalspielern Mesut Özil und İlkay Gündoğan gefordert. "Menschen können Fehler machen, und wir müssen das Maß wahren. Ich glaube, dass beide wissen, dass sie einen Fehler gemacht haben", sagte Reinhard Grindel vor der Nominierung des vorläufigen deutschen Kaders für die WM in Russland. "Einiges, was wir in digitalen Medien lesen, scheint mir übertrieben."

Teammanager Oliver Bierhoff kündigte an, mit allen WM-Akteuren über politisch und gesellschaftlich relevante Themen sprechen zu wollen. Mit Özil und Gündoğan habe er sich bereits unterhalten. Die Aktion sei unglücklich gewesen. Die Spieler hätten sich der Bedeutung bewusst sein müssen. Man müsse aber auch verstehen, "wie Türken ticken". 

Özil und Gündoğan hatten dem türkischen Präsidenten Erdoğan bei einem Termin in London Trikots überreicht. Die von Erdoğans Partei veröffentlichten Bilder hatten Kritik ausgelöst, da die Spieler mit dem Auftritt Wahlkampfhilfe für den umstrittenen Politiker geleistet hätten.

Emre Can, der ebenfalls deutscher Nationalspieler ist und türkische Wurzeln hat, war ebenfalls zu der Veranstaltung eingeladen, wie die Welt berichtet. Doch blieb er der PR-Veranstaltung fern.