Der VfL Wolfsburg hat zum fünften Mal den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch setzte sich im Finale in Köln gegen den FC Bayern München mit 3:2 im Elfmeterschießen durch und holte nach dem Gewinn des Meistertitels das Double.

Auch das Triple ist für die Wolfsburgerinnen noch möglich. Dazu müssen sie am kommenden Donnerstag im Champions-League-Finale in Kiew den französischen Titelverteidiger Olympique Lyon schlagen.

Vor 17.692 Zuschauerinnen und Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion hatten sich zunächst die Bayern die erste Torchance erspielt. Die Schwedin Fridolina Rolfö (14.) zwang Nationaltorhüterin Almuth Schult mit einem Distanzschuss zu einer Parade. Fünf Minuten später war auch Münchens Keeperin Manuela Zinsberger aufmerksam und lenkte nach einem schnellen VfL-Konter über Claudia Neto einen Schuss von Caroline Hansen ins kurze Eck um den Pfosten.  

Auf der Gegenseite stand kurz darauf erneut Schult (21.) im Blickpunkt. Die DFB-Torfrau musste sich strecken, um einen Heber von Nicole Rolser mit den Fingerspitzen noch an den Querbalken zu lenken. Nach und nach erarbeitete sich der Titelverteidiger leichte Feldvorteile und hatte durch Ewa Pajor kurz vor der Pause die größte Chance zur Führung. Doch die Polin konnte einen zu kurz geratenen Rückpass von Melanie Behringer nicht nutzen und scheiterte an der gut reagierenden Österreicherin Zinsberger. 

Auch nach dem Wechsel neutralisierten sich die Top-Teams weitgehend. Die Münchnerin Sara Däbritz (83.) prüfte Schult in der Endphase noch einmal. Auf der anderen Seite vergab Pernille Harder (88.) kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine gute Möglichkeit. In der Verlängerung wurde das Spiel immer zerfahrener.

Im Elfmeterschießen nach 120 Minuten Spielzeit trafen Isabel Kerschowski, Harder und Hansen für Wolfsburg. Mandy Islacker und Simone Laudehr erzielten die Münchner Treffer.