Im Finale der nordamerikanischen Basketballliga NBA trifft Titelverteidiger Golden State Warriors zum vierten Mal in Folge auf die Cleveland Cavaliers. Die Warriors um Stephen Curry gewannen am Montag das letzte Halbfinalspiel der Playoffs mit einem 101:92-Sieg und entschieden so die Best-of-Seven-Serie gegen die Houston Rockets mit 4:3 für sich. Die Cavaliers um LeBron James hatten sich zuvor ebenfalls mit 4:3 gegen die Boston Celtics durchgesetzt.

Kevin Durant war mit 34 Punkten Top-Scorer beim Team von Trainer Steve Kerr und kann nach seinem Wechsel aus Oakland im Sommer 2016 weiter vom zweiten Titel in seinem zweiten Warriors-Jahr träumen. Auch Curry zeigte mit 27 Punkten in der entscheidenden Phase seine Fähigkeiten. Dagegen ist für die Texaner um James Harden die Saison beendet. Die 32 Punkte des 28-Jährigen waren zu wenig.

Der Gastgeber aus Houston dominierte das Spiel zunächst und führte in der Mitte des zweiten Viertels mit 15 Punkten. Das Team von Trainer Mike D'Antoni ging mit einem 54:43 in die Pause, verloren aber ohne den angeschlagenen Spielmacher Chris Paul den Rhythmus. Die Defensive von Houston konnte Kevin Durant und den zuvor enttäuschenden Stephen Curry nicht mehr stoppen. Innerhalb von 1:47 Minuten drehte Curry mit elf Punkten hintereinander die Partie und brachte sein Team fast im Alleingang mit 72:63 (34. Minute) in Führung.

Auch Durant erzielte 21 seiner 34 Punkte im dritten und vierten Viertel. Dagegen zeigten vor allem die Distanzschützen der Rockets eine schwache Leistung. Nur sieben von 44 Versuchen von jenseits der Drei-Punkte-Linie fanden das Ziel. "Dann wird es natürlich sehr schwer, so ein Spiel zu gewinnen", betonte Trainer D'Antoni.

Die Rockets waren in der regulären Saison die beste Mannschaft in der NBA, müssen aber nun weiter auf die erste Finalteilnahme seit 1995 warten. Golden State gewann zwei der bisherigen Finalspiele gegen Cleveland, einmal setzten sich die Cavaliers durch.