• Deutschland gewinnt 2:1 gegen Schweden, ein Krimi, Freunde, ein Krimi!
  • Nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko ging es schon um alles: Ohne Sieg wäre das Aus in der Vorrunde so gut wie sicher gewesen.
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Sebastian Stier

Wir halten fest: Deutschland kann auch Brasilien, Sotschi das neue Maracanã. Und Kroos? Ist Kroos. Ganz Kroos. Einen Freistoß in dieser Situation, in Unterzahl, kurz vor dem WM-Aus, direkt aufs Tor zu zirkeln, nach diesem Spiel, das für ihn persönlich gemessen an seinen Fähigkeiten wenig Gutes hatte, ist mehr als bemerkenswert.

Hätte Kroos nicht getroffen, die WM wäre für den Titelverteidiger so gut wie beendet gewesen. Nun könnte es sein, dass sie erst richtig beginnt. Für alle englischsprachigen Leser: We Germans have a word for this: Erweckungsmoment.

Trotz aller Kroosartigkeit der letzten Aktion darf nicht übersehen werden, dass der Mannschaft die Selbstverständlichkeit der letzten Jahre abhandengekommen ist. Vor allem in der ersten Halbzeit leisteten sich zu viele Spieler zu viele leichtsinnige Fehler. Allen voran Kroos selbst, der mit einem schlimme Fehlpass das 0:1 verschuldete. Aber auch Gündoğan fehlte vieles, vor allem Genauigkeit. Schweden hätte durchaus höher führen können. Nach dem Seitenwechsel wurde es besser.

Bis Jérôme Boateng dachte, er muss sich in die Riege derer einreihen, die heute neben sich stehen. Sein Foul war unnötig, aber zu Recht wurde er dafür mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Deutschland musste in Unterzahl noch treffen, denn ein Unentschieden wäre wohl zu wenig gewesen.

Auch die Chancenverwertung war mehr als dürftig, typisches Indiz einer verunsicherten Mannschaft. All diese Probleme wird der späte Sieg gegen Schweden nicht auf einmal beheben, aber er kann helfen, ein bisschen an der Sicherheitsschraube zu drehen. Dass die WM für Deutschland auch nach dem Südkorea-Spiel weitergeht, ist nun wieder realistischer als noch vor wenigen Stunden.

Das war es mit dem Liveblog von uns. Auf ZEIT ONLINE lesen Sie gleich noch eine Kurzzusammenfassung, am Sonntagmorgen können Sie die Reportage unseres Reporter Oliver Fritsch aus dem Stadion lesen. Das nächste Blog gibt es dann am Mittwoch ab 15 Uhr, wenn Deutschland auf Südkorea trifft.

Lukas Brems

Ach stimmt, wir waren ja in Unterzahl.

Thomas Müller, aufmerksam
Fabian Scheler
Aus: Entscheiden Sie selbst, wie viel Platz da für den Ball noch ist. 
Lukas Brems
Aus: Kroos schießt in der letzten Minute das entscheidende Tor und muss sich jetzt bei Gerhard Delling geduldig für seine Fehlpässe rechtfertigen. Per Mertesacker hätte da schon lange "Wat wollnse eigentlich?" gefragt und die Eistonne erwähnt.
Fabian Scheler

Ich hatte das Gefühl, relativ viele Leute in Deutschland hätte es gefreut, wenn wir heute ausgeschieden wären. Aber so einfach machen wir es den Leuten nicht.

Toni Kroos, erleichtert
Fabian Scheler

Aus: 


Was man jetzt gerne wäre: 

- Der Ball an Toni Kroos' Fuß

- Toni Kroos

- Ein Kneipenwirt in Stockholm


Was man jetzt gerne nicht wäre:

- Schwede

- Jérôme Boateng 

- Ein Kneipenwirt in Stockholm 

Fabian Scheler
Aus: Große Verneigung vor diesem Freistoß und vor Toni Kroos. Wer Fußball spielt, der weiß, wie sicher man sich sein muss, um sich in letzter Sekunde auf der letzten Rille noch diesen Freistoß so zu gönnen, wie es Toni Kroos hier gerade gemacht hat. Die Position, aus der das Tor fiel, müssen Sie sich wie eine Parklücke vorstellen, in die ihr Auto zwar reinpasst, aber vorne wie hinten zwei Zentimeter Platz sind. Toni, in deine Fahrschule kommen wir gerne! 
Lukas Brems
Aus: Nach dem Schlusspfiff sinkt Kroos auf die Knie wie nach dem WM-Finale 2014. Deutschland ist anders als damals zwar nicht erneut Weltmeister, könnte es aber immerhin noch werden. Sah heute ja nicht immer danach aus.
Fabian Scheler
AUS! Toni Kroos definiert den Begriff rechtzeitig neu und hält Deutschland in letzter Sekunde im Turnier. 2:1. 
Fabian Scheler
95. Minute: TO-NI Kroos, meine Damen und Herren. Hebt in der letzten Sekunde einen Freistoß ins lange Eck. In Unterzahl. Zum 1:2. Hält Deutschland im Turnier. Trainiert halt sonst mit Cristiano Ronaldo.