• Südkorea schlägt Deutschland 2:0. Schweden gewinnt 3:0 gegen Mexiko. Damit ist Deutschland raus.
  • Es ist das erste Mal in der Geschichte einer Fußball-WM, dass Deutschland in der Vorrunde ausscheidet.
  • Alle WM-Artikel: hier. Unseren Liveblog zum Spiel lesen Sie hier unten nach.
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Fabian Scheler

Fazit: 

Tja. 


Wo warst du, als es passierte? Das hatten wir Sie ja schon am Samstag gefragt, als Toni Kroos dieses Traumtor erzielte. Vielleicht werden Sie sich in einigen Jahren daran noch erinnern. Vor allem aber werden Sie wissen, was Sie am Mittwoch, dem 27. Juni getan haben. Als Deutschland ausschied. Nach Niederlagen gegen Mexiko und Südkorea und nur einem Sieg gegen Schweden. Damit ist Deutschland zum ersten Mal in einer WM-Vorrunde gescheitert. Als Gruppenletzter.


Wäre man nett, würde man sagen, Deutschland hat sich zu einem verspäteten WM-Boykott entschieden. Wer die Spiele aber gesehen hat, der weiß, dass Deutschland nie zu dieser WM gehört hat. Nie hat die Mannschaft bei diesem Turnier mal geführt, nie hat sie den Eindruck gemacht, weiterkommen zu müssen. Mittelmaß überall. Im Grunde genommen trifft die Analyse aus dem ersten Spiel noch immer zu: Deutschland ist satt. 


Allen war spätestens in der zweiten Halbzeit klar, dass zumindest ein Tor gegen Südkorea hätte geschossen werden müssen. Die Schweden gingen in Führung, ein Unentschieden reichte also nicht. Südkorea verteidigte clever, nur Mats Hummels und Leon Goretzka hatten mit Kopfbällen Chancen, die zu Toren hätten werden müssen. 


Ansonsten spielte Deutschland viel vor dem Strafraum, aber nie dort hinein. Es fehlten Konsequenz, Ideen und geniale Momente. Deutschland hatte sogar noch Glück: Die Koreaner hätten mehrfach durch Konter in Führung gehen können, scheiterten aber an Hummels, Süle oder Neuer. 


Am Ende musste Deutschland riskieren, denn Südkorea war mit dem Ergebnis auf dem anderen Feld ohnehin ausgeschieden. Die Stürmer Müller, Brandt und Gómez kamen, doch es änderte sich nichts. Eher wurden hinten mehr Räume frei, sodass Südkorea durch Kim und Son zu zwei Toren kam. Gerade das letzte, der lange Lauf von Son Heung Min auf das leere Tor, könnte zum Sinnbild für diese gescheiterte WM werden. 

Nun bringt es nichts, dass Deutschland 2017 den Confederations Cup und die U21-Europameisterschaft holte. Daraus lässt sich nur ableiten, dass sich ein größerer Umbruch andeutet. Ohne die Weltmeister, die alles erreicht haben. 


Mats Hummels' Satz, man habe das letzte überzeugende Spiel im Herbst 2017 gemacht, trifft zu. Es ist das erste Mal seit 2006, dass Deutschland bei einem Turnier nicht in einem Halbfinale steht. Es ist auch das erste Mal, dass Deutschland nicht die WM-Vorrunde übersteht. Und es war womöglich das letzte Mal, dass Joachim Löw an der Seitenlinie stand. 


Auf ZEIT ONLINE lesen Sie gleich noch eine erste Kurzanalyse des Spiels und einen Kommentar unseres Reporters Oliver Fritsch, der das Spiel im Stadion verfolgte. Den Liveblog schließen wir hiermit aber ab. 


Fabian Scheler

Aus: Wie gerne wäre man dieses eine Mal Gerhard Schröder. Deutscher Kanzler a. D., koreanische Frau, russischer Geldbeutel. Er freut sich einfach bis Sonntag weiter.

Lukas Brems
Aus: An dieser Stelle möchten wir Tausenden Deutschlandfans noch einmal schamlos unseren Nation-O-Maten ans Herz legen. Brauchen ja jetzt viele ein neues Lieblingsteam bei dieser WM.
Fabian Scheler
Aus: Wann zieht Sportminister Seehofer die persönlichen Konsequenzen? 
Fabian Scheler
Aus: Deutschland jetzt genauso gut wie Holland und Italien. 
Fabian Scheler

Das letzte überzeugende Spiel, das wir abgeliefert haben, war im Herbst 2017. 

Mats Hummels
Hannes Hilbrecht
AUS: Dem DFB droht nun öffentliches Ungemach. Die Missstände in der Nationalmannschaft deuteten sich über viele Monate an, trotzdem wurde der Vertrag von Joachim Löw vor dem Turnier bis 2022 verlängert. Darüber und über sehr vieles andere wird in den kommenden Tagen sicher geredet werden.
Fabian Scheler
AUS: Hier läuten jetzt die Glocken von der Kirche nebenan. Bezeichnend. 
Fabian Scheler
AUS: Deutschland verliert 0:2 gegen Südkorea und scheidet damit in der Vorrunde aus. Bei uns war heute Martin Schulz zur Sitekritik zu Gast. Keine Ahnung, warum ich das hier erwähne. 
Hannes Hilbrecht
AUS: Rotterdam 2000, Lissabon 2004 und nun Kasan 2018. Eine Blamage, eine Blamage.