WM-Favorit Spanien hat im Duell mit Europameister Portugal einen Sieg verpasst. Mit einem Freistoßtreffer in der 88. Minute rettete der Dreifach-Torschütze Cristiano Ronaldo den Portugiesen am Freitag in Sotschi ein 3:3 (2:1). Als erst vierter Spieler nach Pelé, Uwe Seeler und Miroslav Klose erzielte Ronaldo auch bei seiner vierten WM-Teilnahme ein Tor.

Angreifer Diego Costa (24. Minute/55.) und ein Distanzschuss von Verteidiger Nacho (58.) sorgten nach zweimaligem Rückstand durch Ronaldos Doppelschlag (4./Foulelfmeter/44.) für Spaniens Führung bis in die Schlussphase. Dann gelang dem fünfmaligen Weltfußballer noch der Ausgleich. 

Verteidiger Nacho brachte Ronaldo in der vierten Minute im Strafraum zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte der Superstar sicher. Die Spanier ließen sich von dem frühen Gegentor jedoch nicht schocken. Diego Costa traf nach einem umstrittenen Zweikampf zum Ausgleich. Die Spanier dominierten anschließend und hatten durch Andrés Iniesta (35.) eine weitere gute Möglichkeit, während Portugal nur auf Konter lauerte.

Kurz vor der Pause rutschte Spaniens Keeper David de Gea ein eigentlich haltbarer Schuss Ronaldos durch die Hände ins Tor. Doch die Spanier wollten sich weiter nicht geschlagen geben. Eine Freistoßvariante vollendete wieder Costa kurz nach der Pause zum erneuten Ausgleich, ehe Nacho nur drei Minuten später mit einem Distanzschuss aus 18 Metern zur spanischen Führung traf.

In der Folge beschränkten sich die Spanier darauf, das Ergebnis zu verwalten, ohne dabei zu viel Kraft zu verschwenden. Das bestrafte Ronaldo mit seinem Freistoß aus 20 Metern.

Erst am Mittwoch hatte sich Spaniens Verband überraschend von Trainer Julen Lopetegui getrennt, weil dieser nach der WM Coach von Real Madrid wird. Das Amt übernahm der bisherige Sportdirektor Fernando Hierro.